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  Home > Rettungsaktion: 43 Wellis in Not > Neues vom 27.3.2006
     
  Liebe Vogelfreunde,

Maiky und Ayla waren unzertrennlich erst zwei Tage ist es her, dass einer der 43 Wellis gestorben ist. Der arme Maiky ist in einem an sich vogelsicheren Zimmer tödlich verunglückt, er hatte riesengroßes Pech. Julia, die Maiky und seine Frau Ayla vor einem Monat adoptiert hat, macht sich nun Vorwürfe, obwohl sie diesen Unfall nicht hätte verhindern können. Solche Dinge kann man weder vorhersehen, noch kann man dafür sorgen, dass sie nicht eintreten. Es sei denn, man sperrt Vögel den ganzen Tag ein und nimmt ihnen die Möglichkeit, ein artgerechtes Leben zu führen, aber wer will seinen Tieren so etwas schon antun ...

Ganz besonders schlimm ist es für Julia, der unglücklichen Ayla zuzusehen und kaum etwas für sie tun zu können. Seit dem Tod ihres Partners, den Ayla innig geliebt hat, ist ihr fröhlicher Gesang verstummt und sie nimmt kaum noch am bunten Treiben des Vogelschwarms teil, zu dem sie gehört. Zu sehr hat der Verlust ihres Partners ihr zugesetzt, zu sehr ist sie in Trauer versunken. Problematisch ist auch, dass sie als einziges Schwarmmitglied nicht fliegen kann und deshalb immer das Nachsehen hat. Gern würde Julia ihr einen neuen Partner suchen, aber da gibt es leider einige Probleme: Es ist ohnehin schon schwierig, flugunfähige Männchen zu finden, die obendrein an PBFD erkrankt sind. Aber "dank" der Vogelgrippe und der Schutzverordnungen ist die Wellensittichvermittlung in Deutschland zurzeit weitestgehend zum Erliegen gekommen.

Ayla vermisst ihren Mann Maiky Das normalerweise sehr hilfreiche Vermittlungsforum des Vereins der Wellensittichfreunde Deutschland musste Anfang März bis auf weiteres geschlossen werden. Deshalb können weder Julia, noch wir vom 43-Wellis-Rettungsteam über das Forum einen neuen Freund für die arme Ayla suchen. Wie gern würden wir helfen, aber wir können es nicht, weil uns das Gesetz verbietet, über das Forum nach einem Vogel zu suchen. Nach einem Vogel, der sich wohl kaum mit dem H5N1-Virus infiziert haben kann, weil er als flugunfähiger Wellensittich weder in Geflügelmastställen, noch in Feuchtbiotopen mit vielen Wasservögeln lebt.

Wir können nur hoffen, dass wir rein zufällig über Bekannte möglichst bald von einem flugunfähigen Wellensittichmännchen erfahren, das an PBFD erkrankt ist. Julia würde alle Hebel in Bewegung setzen, einen solchen Vogelmann zu sich nach Hause zu holen, um der traurigen Ayla neue Lebensfreude zu schenken. Es bleibt zu hoffen, dass der Zufall auf unserer Seite ist oder dass das Vermittlungsforum bald wieder geöffnet werden kann. Unser größter Wunsch ist es, dass Ayla bald wieder fröhlich mit einem neuen Gefährten um die Wette zwitschern kann. Dafür können wir ganz viele gedrückte Daumen gebrauchen.

Essen, 27. März 2006

 
 
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