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  Home > Rettungsaktion: 43 Wellis in Not > Neues vom 30.12.2005
     
  Liebe Vogelfreunde,

Sternchen und Sam endlich habe ich mal wieder richtig gute Neuigkeiten für Sie. Gestern wurden die sechs bisher negativ getesteten und lediglich von neuen Besitzern reservierten, jedoch noch nicht vermittelten Wellensittiche in eine Pflegestelle gebracht. Dort sind Sternchen, ihr Mann Sam (siehe Foto rechts), Edda, Bonita, Ian und Dolores noch geräumiger untergebracht als bisher. Das heißt nun im Klartext, dass jetzt keiner unserer Vögel mehr in dem Quarantäneraum der Essener Tierschützer auf sein weiteres Schicksal wartet.

Die sechs Vögel, die gestern abgeholt worden sind, bleiben nun bis zu ihrer endgültigen Vermittlung in der bereits erwähnten Pflegestelle in Kalletal, NRW. Der VWFD-Vorstand Externer Link hat gestern bekannt gegeben, dass die Vögel Ende Januar bzw. Anfang Februar ein zweites Mal auf PBFD getestet werden sollen. Nach dem Vorliegen der neuerlichen Testergebnisse sollen die Tiere dann vermittelt werden. Ich hoffe sehr, dass alle Vögel erneut negativ getestet werden und zu den bisherigen Interessenten ziehen können.

Paula Zwei unserer Vögel hängen nach wie vor in der Luft. Ihr Status ist derzeit, dass sie nicht zur Vermittlung freigegeben sind, weil sie nach wie vor gegen ihre Krankheiten kämpfen. Lucy und Paula sind seit dem 6. Dezember in meiner Obhut, damit sie gesund werden. Paula leidet an einem Herzfehler und ich behandle sie mit Crataegus, einem Herzmittel. Es schlägt gut an und sie fühlt sich erheblich besser. Allerdings muss das Mittel laut Aussage der behandelnden Tierheilpraktikerin über einige Wochen verabreicht werden, um zunächst einen stabilen Gesundheitszustand zu erreichen. In dieser ersten Zeit wird das Mittel recht hoch dosiert verabreicht. In etwa zwei Wochen werde ich die Dosis ein wenig senken und überprüfen, wie es Paula dann geht. Es wird also noch einige Zeit dauern, bis die endgültige Dosis des Herzmittels feststeht, die Paula ein beschwerdefreies Leben ermöglichen kann. Momentan geht es ihr so gut, dass ich sie sogar aus dem Krankenkäfig lassen kann, um ihr ein wenig Freiflug zu gönnen.

Lucy Lucy ist leider nach wie vor schwer krank. Um genau zu sein, hat sie Anfang dieser Woche einen Rückfall erlitten und wir sind Dauergäste beim Tierarzt. Auch heute Nachmittag werden wir wieder dort sein, weil die erneute schwere Kropfentzündung behandelt werden muss. Immerhin ist Lucy ihre hartnäckigen Darmbakterien los. Nun muss sie es nur noch schaffen, auch die Kropfbakterien mit Hilfe geeigneter Medikamente zu besiegen. Leider ist sie extrem dünn und hat keine körperlichen Reserven mehr, sodass ihr Leben buchstäblich am seidenen Faden hängt. Trotzdem werde ich weiter um sie kämpfen, denn der Tierarzt hat gesagt, dass sie durchaus wieder gesund werden kann, wenn sie Glück hat. Und genau darauf hoffe ich.

Essen, 30. Dezember 2005

 
 
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