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  Home > Vögel mit Handicap > Fehlende Gliedmaßen: Bein-Amputation
     
  AmputationsstumpfWie bei manchen Menschen ist es auch bei dem einen oder anderen Vogel erforderlich, dass ein Körperteil amputiert werden muss, beispielsweise um das Leben des Tieres zu retten. Mitunter ist eine Blutvergiftung (Sepsis) dafür verantwortlich, dass ein entzündetes oder abgestorbenes Bein abgenommen werden muss, damit sich die Infektion nicht auf den gesamten Körper ausbreitet. Quetschungen oder offene Brüche sowie ausgekugelte Hüftgelenke oder Bänderrisse, die infolge schwerer Unfälle auftreten, können eine Amputation in bestimmten Situationen ebenfalls unumgänglich werden lassen. Die Schwere und der Ort der Verletzung oder Entzündung sind entscheidend dafür, wo der Schnitt gesetzt wird und ob beispielsweise nur Zehen amputiert werden müssen oder gleich der gesamte Fuß. Übrig bleibt dann einmehr oder minder langer Beinstumpf, wie er auf dem Foto oben rechts zu sehen ist.

Dem Schwarzköpfchen Lilly fehlt ein Teil des Beines, doch der Vogel kommt zum Glück gut mit seinem Handicap zurechtEin weiterer Grund für das Fehlen eines Fußes ist eine unfreiwillige Bein-Amputation infolge eines Unfalls oder eines Angriffs durch ein anderes Tier. Mitunter kommt es vor, dass Vögel und Katzen gemeinsam gehalten werden und die Katzen plötzlich auf einen Vogel losgehen, obwohl dies zuvor nie geschehen ist - leider gilt hier: einmal ist immer das erste Mal, und das geschieht meist ohne Vorwarnung. Es kann bei einem solchen Angriff geschehen, dass ein Fuß abgebissen wird. Oder aber Vögel bleiben mit ihrem Fußring an einem Gegenstand hängen, versuchen sich verzweifelt zu befreien und reißen sich dadurch den Fuß ab. Kommt es zu einer solchen Verletzung, ist es ebenso wie nach einem Katzenbiss oft nötig, den verletzten Teil des Beins weiter oberhalb sauber zu amputieren, um eine komplikationsarme Wundheilung und einen glatten Stump zu ermöglichen.

Diesem Kapitel von Birds Online sind drei Fallbeschreibungen angegliedert, die über Wellensittiche berichten, denen aus unterschiedlichen Gründen Gliedmaßen amputiert werden mussten. Die Schilderungen der Martyrien von Flöhchen und Fly zeugen vor allem vom unvorstellbaren Leid, das Vögeln unter schlechten, nicht artgerechten Haltungsbedingungen widerfahren kann. Sie zeigen jedoch auch, wie gut die Sittiche sich mit ihrem harten Schicksal und ihrer Behinderung arrangieren können. Das gilt zum Glück ebenso für das tapfere Männchen Berti, dessen Geschichte hier nachzulesen ist.

Berti
Das Foto zeigt Berti (rechts), dessen linkes Bein amputiert wurde.

Linktipp: Einige Erfahrungsberichte und Tipps für Halter gehandicapter Wellensittiche bietet Jasmin Störk auf ihrer Webseite Externer Link.

 
 
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