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  Text und Bilder: Sabine Jacob

Kissen als FußstützeMaxi und Stups, unsere beiden Wellis, die sich aufgrund eines Beinleidens nicht sicher auf den Stangen halten können, halten sich trotz der Baumwollsitzseile immer mit einem Fuß am Gitter fest. Dasselbe machen sie auch, wenn sie aus den Näpfen fressen, die am Gitter hängen. Zur Entlastung des Standbeines/Fußes bei Druckstellen dienen uns "Kissen im Napf".

KissenmaterialSolche Kissen sind sehr schnell hergestellt. Als Stoff habe ich einen guten, dickeren Mircofaserstoff entdeckt, der sehr weich ist (von PLUS, Serving Mircofaser Glanztuch, 0,99 Euro; Stand: Oktober 2007). Den Stoff vorher gut auswaschen! Die hellgrüne Farbe ist den Wellis auch ganz angenehm. Unsere hatten keine Angst davor.

Für die Füllung bietet sich ein Kopfkissen mit Faserfüllung an. Im Angebot ist es für fünf Euro* zu bekommen. Für die kleinen Kissen braucht man nur sehr wenig Füllmaterial, für den Rest habe ich noch einen Tipp, siehe weiter unten.

Herstellung der Kissen
Fertige KissenAus dem Mircofasertuch ein 10 cm breites und 17 cm langes Stück abschneiden. Drei Seiten davon mit feinen Stichen nähen (per Hand), dann auf rechts drehen, sodass die Nähte innen liegen.

Eine geringe Menge der Faserfüllung reinstecken. Es soll nicht prall sein, sondern sich noch sehr gut in Form drücken lassen.

Die zwei Nahtkanten nach innen einschlagen und mit winzigen Stichen die Kante schließen. Wichtig dabei ist, dass die Nähte wirklich klein sind, damit keine Kralle darin hängen bleiben kann.

Kissen im HängenapfDiese Kissen werden in kleine Hängenäpfe gesteckt, der obere Teil davon klappt über den Rand. Diese kleinen Näpfe (3x5 cm) gibt es im Zoofachhandel 2 Stück ab ca. 2 Euro.

Ins Käfiggitter eingehängt, bieten diese Kissen in den Näpfen eine wunderbare Möglichkeit, sich darauf zu legen oder den Fuß/das Bein zu entlasten. Sie können natürlich auch an anderen Stellen ausgelegt werden. Bei Bedarf sind die schnell gewaschen und trocken.

Verwendungstipp für das restliche Kissenfüllmaterial
Aus alten Handtüchern (mittig schon dünn, aber am Rand noch gut), habe ich kleine Kissen genäht. Aus den Randteilen zwei gleichgroße Teile zuschneiden und an drei Seiten vernähen. Die Füllung des Kissens in die kleinen Kissen stopfen und gut vernähen.

Diese kleinen Minikissen sind wunderbar im Kinderzimmer für Kissenschlachten, Puppenbetten und für unterwegs (Auto) zu gebrauchen. Gewaschen in der Maschine sind die relativ schnell wieder trocken.

Linktipp: Einige Erfahrungsberichte und Tipps für Halter gehandicapter Wellensittiche bietet Jasmin Störk auf ihrer Webseite Externer Link.

*Preisangabe ohne Gewähr

 
 
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