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  Hinter der Bezeichnung "Makrofoto" verbirgt sich etwas, das jeder schon einmal gesehen hat: eine extreme Nahaufnahme. Besonders häufig kommt diese Technik beim Ablichten von Pflanzen oder Insekten zum Einsatz. Der Betrachter solcher Bilder ist meist sehr erstaunt, weil er plötzlich Details an Tieren oder Blumen entdeckt, die ihm bis dahin nicht bekannt waren. Deshalb geht von Makrofotos meist eine sehr große Faszination aus. Sie müssen allerdings noch mehr als alle Fotos, die mit anderen Techniken aufgenommen wurden, gestochen scharf sein, um wirklich gut zu sein. Aus diesem Grunde stellt die Makrofotografie eine hohe Kunst dar und sie gelingt meist nicht gleich auf Anhieb. Außerdem steht und fällt sie mit einer guten Optik, siehe weiter unten.

Wimpern eines Wellensittichs Makroaufnahmen von Vögeln offenbaren mitunter erstaunliche Details. Oder wussten Sie, dass Wellensittiche feine Wimpernhärchen haben? In der Abbildung rechts können Sie am Unterlid des Vogels einige winzige Wimpern erkennen. Diese abzubilden, ist normalerweise nur mit der Technik der Makrofotografie möglich, weil solche Details ansonsten im Bild untergehen. Fast alle gängigen Digitalkameras verfügen über eine Makroeinstellung, mit der man - sofern einen die Vögel nahe genug an sich heran lassen - solche Aufnahmen anfertigen kann.

Störende Linienmuster
Moiré-Effekt im Gefieder Wer Makroaufnahmen von Vögeln anfertigt, wird sich oftmals darüber wundern, dass auf den Fotos seltsame Muster aus Streifen und Bögen im Gefieder zu sehen sind. Man spricht hierbei von sogenannten Moirés beziehungsweise vom Moiré-Effekt. Er tritt bei der Überlagerung von Rastern oder Linien auf, und die Federn der Vögel sind im Grunde nichts anderes als feinste Linien. Dass diese Linienmuster in den Bildern zu sehen sind, liegt also weder am Fotografen, noch an der Kamera. Es ist schlicht und ergreifend ein Gesetz aus der Optik (Physik), dass die Muster in Erscheinung treten.

Die Optik ist entscheidend
Unter der Optik einer Kamera versteht man insbesondere die Linse, also jenes Bauteil, das das einfallende Licht auf den Speicherchip bündelt. Hierbei gilt, dass nur sehr gute Linsen auch scharf abbilden. Unter diesen Zeilen finden sich zwei Aufnahmen, die einen Katharinasittich zeigen. Beide wurden in der Makro-Einstellung der jeweiligen Kamera angefertigt. Links ist ein Foto zu sehen, das mit einer Billig-Digitalkamera (2 Megapixel) aus einer Entfernung von etwa 20 Zentimetern aufgenommen wurde. Die Optik dieser Kamera ist ausgesprochen schlecht. Rechts ist eine Aufnahme zu sehen, die ebenfalls aus 20 Zentimetern Entfernung in der Makro-Einstellung entstanden ist. Sie wurde mit der in dieser Rubrik ansonsten immer zum Einsatz kommenden Canon PowerShot A60 (2 Megapixel) angefertigt.

Mit schlechter Optik angefertigtes Foto   Mit guter Optik angefertigtes Foto

Der Unterschied ist ganz offensichtlich. In der rechten Abbildung kann man einzelne Federstrukturen erkennen, die links zu einem "Brei" verschwimmen. Deshalb ist es durchaus sinnvoll, beim Kauf einer Digitalkamera zuvor Testberichte, wie sie beispielsweise von Stiftung Warentest oder c't - magazin für Computertechnik durchgeführt werden, zu lesen und auf die Beschreibung der Optik der jeweiligen Kameramodelle zu achten.

 
 
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