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Achtung: Das Lesen dieses Birds-Online-Kapitels sollte niemals den Gang zum Tierarzt ersetzen!

Das Ergebnis einer Schockmauser einer DiamanttaubeBei der Schockmauser handelt es sich nicht um eine Krankheit im eigentlichen Sinne, sondern um einen natürlichen Schutzreflex des Vogelkörpers. Wild lebende Vögel geraten in ihrem Alltag gelegentlich in lebensbedrohliche Gefahrensituationen. Werden sie beispielsweise von einem Beutegreifer gepackt oder bleiben sie irgendwo hängen, können innerhalb weniger Sekunden die Schwanz- und Steuerfedern (die kleinen Federn neben den langen Schwanzfedern) sowie Teile des Kleingefieders ausfallen. Der Vogel kann infolge dieses plötzlichen Federverlustes fliehen. Ein Angreifer, der den Vogel zuvor beispielsweise am Schwanz gepackt hielt, behält dann lediglich die ausgefallenen Federn zurück. Oder aber ein Tier wie zum Beispiel eine Katze, die einen Vogel mit beiden Pfoten gepackt hielt, greift nur noch eine große Menge Federn, zwischen denen sich der Vogel aus dem festen Griff winden konnte.

Solche Schockmauser-Ereignisse lassen sich bei in menschlicher Obhut gehaltenen Wellensittichen allerdings vergleichsweise selten beobachten. Bei anderen Vogelarten, etwa bei den sehr schreckhaften Diamanttauben, kommt es hingegen auch in der Gefangenschaftshaltung oft zu einer Schockmauser, wenn die Tiere in die Hand genommen werden müssen, siehe Foto oben.

Eine typische Situation für eine Schockmauser ist der Besuch beim Tierarzt. Für einen Vogel ist das Behandlungszimmer eine bedrohliche, fremde Umgebung. Wird er dann noch von Händen gejagt und gefangen, so kommt es mitunter vor, dass er einige seiner Federn abwirft. Das sollte Sie jedoch nicht davon abhalten, einen kranken Vogel zum Tierarzt zu bringen, denn die Schockmauser ist für den Vogel nicht lebensbedrohlich und die ausgefallenen Federn wachsen innerhalb einiger Tage bis Wochen nach. Spätestens im Rahmen der nächsten regulären Mauser wird das Gefieder nach einer Schockmauser wieder vollständig sein.

 

 

 
 
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