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  Bei Wellensittichen und bei allen anderen Vögeln besteht der sichtbare Teil des Schnabels aus einer hornartigen Substanz, dem Schnabelhorn. Bei gesunden Vögeln wächst das Schnabelhorn zeitlebens ständig nach, um dem natürlichen Verschleiß entgegenzuwirken. Das Wachstum ist je nach Vogelart unterschiedlich ausgeprägt, was damit zusammenhängt, dass die Tiere ihren Schnabel in unterschiedlicher Weise einsetzen: Spechte hämmern, Papageienvögel nagen und Watvögel stochern mit dem Schnabel im Schlick, um Nahrung zu finden. Jede dieser Nutzungsweisen führt zu einem unterschiedlichen Grad des Verschleißes.

SchnabelanatomieBevor in diesem Kapitel detailliert auf mögliche Schnabelveränderungen eingegangen wird, sollten Sie sich mit einigen wichtigen Begriffen vertraut machen. Was meinen wir eigentlich, wenn wir vom Schnabel sprechen? "Das Ding da im Gesicht des Vogels, mit dem die Nahrung aufgenommen wird" - so lautet meist die Antwort auf die Frage, aber um das Auftreten von Erkrankungen mit einem Tierarzt präzise erörtern zu können, sollte man etwas genauer sein: Der Oberschnabel (1) ist bei Wellensittichen die größere der beiden Schnabelhälften und im geschlossenen Zustand ist seine vordere (obere) Seite zu sehen. Außerdem verdeckt der Oberschnabel in der Ruhestellung normalerweise den viel kleineren Unterschnabel (2). Weitere Informationen über die beiden Schnabelhälften finden Sie hier.

SchnabelwurzelDie Wachstumszone der jeweiligen Schnabelhälften befindet sich in ihrem Inneren. Es handelt sich dabei um einen knöchernen Kern, also den oberen und unteren Kieferknochen der Vögel. Beim Oberschnabel befindet sich der Knochen direkt unterhalb der Wachshaut, also unter der Nase, und er erstreckt sich einige Millimeter weit in das Innere des Oberschnabels bis etwa zu dessen Mitte. In der nebenstehenden Abbildung ist der Bereich rot markiert, an dem die Basis des Kieferknochens verborgen unter dem Schnabelhorn liegt. Der knöcherne Bereich ist mit einem stark durchbluteten Gewebe überzogen, welches das Schnabelhorn produziert. Das Schnabelhorn wird Schicht für Schicht von innen heraus produziert: Die inneren Schichten schieben die äußeren vor sich her. Vergleichbar ist dies mit unseren Haaren und Fingernägeln. An ihrer Basis werden sie produziert und schieben sich dann nach außen.

Zum Verdeutlichen, dass es sich beim Schnabelhorn um nachwachsendes Gewebe handelt, dient die Bilderserie unter diesen Zeilen. Es ist zu sehen, wie eine Schnabelverletzung mit der Zeit durch das Wachstum des Oberschnabels nach unten "wandert".

Schnabelwachstum

Blutiger SchnabelbruchWeil es im Wachstumsbereich des Schnabels sehr aktive Zellen gibt, die unablässig Schnabelhorn produzieren, kann es dort zu Gewebeveränderungen kommen, die sich in Schnabelwachstumsstörungen widerspiegeln. Darüber hinaus können einige andere Faktoren den Schnabelwuchs beeinträchtigen und auch Unfälle können Verletzungen des für Vögel sehr wichtigen Körperteils zur Folge haben. In diesem Kapitel werden besonders typische Veränderungen vorgestellt, die sich bei Wellensittichen vergleichsweise häufig zeigen. Zur genauen Diagnosestellung und zum Festlegen einer geeigneten Therapie sollten Sie unbedingt in jedem Fall einen auf die Behandlung von Vögeln spezialisierten Tierarzt aufsuchen.

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Veränderungen der Schnabelfarbe
Der Schnabel der Wellensittiche ist je nach Vogel unterschiedlich gefärbt. In der Grafik unter diesen Zeilen sind beispielhaft einige verschiedene Schnabelfärbungen zu sehen. Die individuelle Schnabelgrundfarbe eines gesunden Wellensittichs hängt mit dem sogenannten Dunkelfaktor - dies ist ein Begriff aus der Farbbeschreibung und Genetik der Wellensittiche - zusammen. Es besteht demnach kein Grund zur Sorge, wenn ein ein gesunder Wellensittich eine andere Schnabelfärbung aufweist als ein Artgenosse.

Verschiedene Schnabelfarben
Von hell bis dunkel - jeder Wellensittich hat eine
individuelle, angeborene Schnabelfarbe

Wichtig dabei ist: Die Schnabelfarbe eines Individuums sollte normalerweise immer gleich sein. Prägen Sie sich also gut ein, wie die Schnabelfarbe Ihrer Vögel für gewöhnlich aussieht, denn nur wenn Sie dies wissen, können Sie farbliche Veränderungen feststellen.

Tipp: Fertigen Sie ein Foto unter idealen Beleuchtungsbedingungen an, das Sie als "Referenzbild" verwenden können. Haben Sie den Eindruck, dass sich der Schnabel Ihres Vogels farblich verändert hat, fotografieren Sie das Tier erneut bei möglichst guten Lichtverhältnissen und vergleichen Sie die beiden Aufnahmen miteinander. So können Sie eventuelle Veränderungen meist relativ leicht erkennen.

Doch wann kommt es zu Verfärbungen und warum? Leidet ein Vogel an Kreislaufstörungen, gibt es Probleme mit der Sauerstoffaufnahme oder liegt bei ihm ein Herzfehler vor, dunkelt der Schnabel meist erheblich nach, weil er weniger gut durchblutet ist oder weil die Sauerstoffsättigung des Blutes sinkt. Diese Verdunklung oder Blaufärbung kann zuweilen nur vorübergehend auftreten, zum Beispiel nach großer Anstrengung. Wird eine solche farbliche Veränderung beobachtet, sollte sicherheitshalber möglichst bald ein fachkundiger Tierarzt zu Rate gezogen werden.

Wellensittich ohne Herzinsuffizienz    Wellensittich mit Herzinsuffizienz
Beide Fotos zeigen denselben Wellensittich, links ohne und rechts mit Herzproblem. Deutlich ist im rot markierten Bereich eine Farbveränderung zu erkennen.

Schnabelprellung bei einem KatharinasittichFarbveränderungen, die in einem punktförmigen Bereich mitten auf dem Oberschnabel zu sehen sind und die sehr plötzlich in Erscheinung treten, sind in den meisten Fällen kleine Blutergüsse,  also "blaue Flecke", siehe Foto rechts. Die Bezeichnung ist ein wenig irreführend, denn meist sind die Flecken nicht blau, sondern eher rot. Solche Hämatome sind die Folge einer Schnabelprellung und normalerweise eher harmlos. Meist treten sie auf, nachdem der Vogel gegen ein Hindernis geprallt ist. Sicherheitshalber sollte man einen Tierarzt aufsuchen, wenn man einen Bluterguss auf dem Schnabel seines Vogels entdeckt, der mehr als ein Drittel der Schnabeloberfläche bedeckt. Das Foto in diesem Absatz zeigt einen kleinen Bluterguss unterhalb der Nase. Auf den Fotos unter diesen Zeilen ist eine deutlich heftigere Schnabelprellung mit großer Einblutung zu sehen, die sich in der unteren Hälfte des Oberschnabels befindet.

Schnabelprellung
Dieser Wellensittich hat eine schwere Schnabelprellung erlitten und hat
nun einen großen Bluterguss im unteren Bereich seines Oberschnabels.

In seltenen Fällen kann es zu einer bakteriellen Infektion oder zu einem Pilzbefall des Schnabelhorns kommen. Auch hierbei zeigen sich dunkle, grau bis schwarz gefärbte Flecken auf dem Schnabel, die häufig rasch größer werden. Beobachten Sie solche Farbveränderungen, sollten Sie schnellstmöglich einen Tierarzt aufsuchen.

Veränderungen der Oberflächenstruktur
Harmlos gesplitterter SchnabelNormalerweise ist der Schnabel eines gesunden Wellensittichs glatt und glänzend. Es kann jedoch aufgrund von Raufereien mit anderen Vögeln oder kleineren Unfällen dazu kommen, dass die obere Schicht des Schnabels ein wenig absplittert. In der Abbildung rechts ist ein gesplitterter Schnabel zu sehen, die Vogeldame hatte sich zuvor mit einer Artgenossin angelegt und sie in ein Schnabelgefecht verwickelt. Ist ein Schnabel auf diese Weise in einem kleinen Bereich oberflächlich gesplittert, besteht in aller Regel kein Grund zur Sorge. Nur wenn das abblätternde Stück deutlich größer ist als das auf dem Foto oder falls Blut aus der Absplitterung sickert, sollte man zur Vorsicht einen Tierarzt kontaktieren.

Brüchiger Schnabel eines an PBFD erkrankten VogelsSplittert der Schnabel großflächig und immer wieder ab, ohne dass sich der Vogel mit einem Artgenossen gestritten hat, oder sind gar die Schnabelränder brüchig und ausgefranst, könnte eine Virusinfektion vorliegen. Bei Wellensittichen und einigen anderen Vogelarten gibt es eine Viruserkrankung namens PBFD, die zu brüchigem Schnabelhorn führen kann. Allerdings treten bei dieser Krankheit für gewöhnlich zunächst Gefiederstörungen auf, bevor der Schnabel durch die Viren geschädigt wird. Beobachtet man eine Gefiederstörung und eine strukturelle Veränderung des Schnabels bei seinem Vogel, sollte man das Tier deshalb unbedingt auf diese Krankheit untersuchen lassen. Die Abbildung in diesem Absatz zeigt ein weit fortgeschrittenes Stadium der schweren, nicht heilbaren Erkrankung. Der Schnabel des Wellensittichs ist nicht glatt, sondern stellenweise abgeblättert und an den Rändern ist er ein wenig brüchig, wodurch sich Stufen gebildet haben, wo normalerweise eine Wölbung ohne Kanten sein sollte.

Achtung: Es können auch andere Ursachen zu einem solchen Splittern des Schnabels führen, es steckt nicht immer zwingend eine PBFD-Infektion dahinter, weshalb es umso wichtiger ist, eine exakte Diagnose durch einen fachkundigen Tierarzt stellen zu lassen.

Mattes, schuppiges oder mit Rillen durchsetztes Schnabelhorn kann auch in Erscheinung treten, wenn Vögel unter einem Nährstoffmangel leiden. Meist ist dann zusätzlich das Gefieder stumpf und struppig, die Tiere kommen nur schlecht durch die Mauser. Die Haut an den Füßen wirkt ebenfalls trocken und sehr rau. Sind all diese Symptome zu beobachten, muss dringend die Nährstoffversorgung der Vögel überprüft werden, ein fachkundiger Tierarzt sollte dabei zu Rate gezogen werden.

GrabmilbenbefallWirkt das Schnabelhorn hingegen porös und gleichzeitig matt, könnten Parasiten hinter der veränderten Oberflächenbeschaffenheit stecken. Grabmilben, die alternativ als Räudemilben bezeichnet werden, treiben winzige Tunnel in das Schnabelhorn, die mit dem bloßen Auge meist nur aus allernächster Nähe zu sehen sind; eine Lupe leistet hierbei gute Dienste. Anfangs wirkt das Schnabelhorn matt, dann sieht man die kleinen Löcher (Bohrgänge) und später bildet sich eine helle Kruste auf dem Schnabel. Oftmals verändert sich zudem sein Wuchs. Der Schnabel kann beispielsweise in kurzer Zeit enorm stark oder völlig schief wachsen. Vögel, die an einem Befall mit Grabmilben leiden, sollten umgehend einem Tierarzt vorgestellt werden.

Senkrechte Rillen im Schnabel
Senkrechte Rille im SchnabelBilden sich senkrechte, also von oben nach unten verlaufende Rillen im Oberschnabel, kann die Ursache unter anderem in einer schweren Entzündung der Nase liegen. Weil durch eine starke Infektion des Atmungsorgans auch der Kieferknochen in Mitleidenschaft gezogen werden kann oder eine Schwellung der Nase die Wachstumszone des Schnabels möglicherweise mit Druck belastet, entstehen oft diese charakteristischen Rillen. Mitunter sind sie nur sehr klein, aber sie können in besonders gravierenden Fällen mehrere Millimeter breit sein. Das Foto rechts zeigt einen Katharinasittich, der lange Zeit unter einer schweren chronischen Nasenentzündung gelitten hat. Die Bakterien haben nicht nur seine Wachshaut teilweise zerstört und sein linkes Nasenloch dadurch enorm vergrößert. Obendrein ist die Wachstumszone des Schnabels beschädigt worden, sodass sich eine tiefe senkrechte Kerbe gebildet hat und der Schnabel insgesamt brüchig ist.

Schnabelspaltung durch eine schwere InfektionIn extremeren Fällen kann eine Entzündung, die oft von der Nase ausgeht, tief in den Kieferknochen eindringen. Infolge einer solchen Entzündung entstehen dann unter Umständen sehr tiefe Längsrillen, die nicht bloß oberflächliche Einkerbungen im Schnabel darstellen. Es kann sogar zu einer Spaltung des Schnabels kommen, was für den betroffenen Vogel nicht nur äußerst schmerzhaft ist, sondern auch häufig Probleme bei der Nahrungsaufnahme verursacht. Selbst wenn die Infektion bekämpft werden kann, besteht leider keine Garantie, dass der Schnabel später wieder normal nachwächst. Ist der Knochen in der Wachstumszone des Schnabels zu stark geschädigt, bleibt der Schnabel gespalten. Es muss unbedingt überprüft werden, ob der betroffene Vogel noch eigenständig fressen kann. Ein regelmäßiges Nachschneiden oder Begradigen des Schnabels, der meist schief wächst, ist eine weitere Notwendigkeit. Dies sollte jedoch nicht von einem Laien, sondern am besten von einem fachkundigen Tierarzt übernommen werden, weil ein gespaltener Schnabel leicht brechen kann.

Schwere Schnabelspaltung nach einer bakteriellen Infektion
Schwere Schnabelspaltung bei einem Wellensittich nach einer bakteriellen Infektion

Abnormer Wuchs des Schnabels
Abnormer Schnabelwuchs durch LeberstörungWächst ein offenkundig nicht von Milben angegriffener Schnabel schief beziehungsweise deformiert oder wird er innerhalb kürzester Zeit sehr lang, besteht meist Grund zur Sorge. Häufig ist eine Fehl- oder Unterfunktion eines inneren Organs der Grund für das verstärkte oder schiefe Schnabelwachstum. Viele Wellensittiche, deren Schnabel innerhalb relativ kurzer Zeit enorm lang wird - meist ist hiervon vor allem der Oberschnabel betroffen -, leiden an einer Leberstörung. In Verbindung mit Leberstörungen sind zudem häufig dunkle Verfärbungen an der Schnabelspitze vorhanden. Dabei handelt es sich um Einblutungen, die meist deutlich dunkler als die weiter oben erwähnten Schnabelprellungen sind.

Achtung: Es reicht nicht aus, einen Pick- oder Kalkstein in den Käfig des Vogels zu hängen und darauf zu hoffen, dass das Tier seinen Schnabel verstärkt abwetzt. Denn erstens betreiben Vögel in aller Regel keine absichtliche Abnutzung des Schnabels und zweitens würde dies ohnehin nur ein Symptom beheben, jedoch nicht die eigentliche Ursache für das verstärkte Schnabelwachstum, nämlich die organische Erkrankung. Ein Vogel, dessen Schnabel zu schnell wächst, muss deshalb von einem fachkundigen Tierarzt untersucht werden und im Idealfall wird schnellstmöglich eine Therapie begonnen, die das eigentliche Gesundheitsproblem zu beheben versucht.

Wucherungen auf dem Schnabel
SchnabeltumorAm und auf dem Schnabel können Wucherungen auftreten, die für den betroffenen Vogel je nach Ursache mehr oder minder gefährlich sind. Es handelt sich bei solchen Wucherungen in einigen Fällen um Schnabeltumoren. Diese sind meist inoperabel und deshalb bedauerlicherweise in aller Regel nicht heilbar. Jedoch verursachen nicht alle Schnabeltumoren Schmerzen, weshalb die betroffenen Tiere durchaus noch für eine Weile ein angenehmes Leben führen können. Ein fachkundiger Vogel-Tierarzt sollte den gefiederten Patienten regelmäßig untersuchen und seinen Zustand überprüfen. Sollte sich zeigen, dass ein Vogel unter ständigen Schmerzen zu leiden beginnt oder sollte er aufgrund der Wucherung nicht mehr eigenständig fressen können, ist es meist sinnvoll, in diesem Fall den schweren Schritt des Einschläferns zu gehen und dem Tier weitere Qualen zu ersparen.

Schnabeltumor
Riesiger Schnabeltumor, der zu einer enormen Verdickung geführt hat

Seitlich liegender Schnabeltumor bei einem Wellensittichmännchen
Seitlich liegender Schnabeltumor bei einem Wellensittichmännchen

Auch Zysten können sich am Schnabel bilden. Die drei Fotos unter diesen Zeilen zeigen eine solche Zyste am Unterschnabel eines Wellensittich-Weibchens. Die Zyste ist als dunkler Fleck zu erkennen. Viele Zysten bluten stark, wenn sie durch mechanische Reizung verletzt werden. Deshalb sollte man nicht in Eigenregie versuchen, sie zu behandeln, sondern stets einen erfahrenen Tierarzt aufsuchen.

Schnabelzyste aus drei Blickwinkeln

Schiefer Wuchs, ein- oder beidseitig
Meist sind kleine Verletzungen des Schnabels dafür verantwortlich, dass es später nach ihrem Abheilen zu einem schiefen Wuchs kommt. Dieser kann ein- oder beidseitig auftreten und entweder den Ober- oder den Unterschnabel betreffen. Zuweilen sind beide Schnabelhälften betroffen. Doch nicht nur Schnabelverletzungen können zu diesem Problem führen. Bei einigen Tieren verursachen Nährstoffmangel oder Leberprobleme zunächst ein übermäßiges Wachstum, das später in einen schiefen Wuchs übergeht. Gemeinsam mit einem Vogel-Facharzt sollten Vogelhalter, bei deren Vögel es zu solchen Schnabelwachstumsstörungen kommt, der Ursache im individuellen Fall auf den Grund gehen und selbstverständlich den krumm gewachsenen Schnabel in Form bringen. Unter diesen Zeilen ist ein Fallbeispiel eines Unzertrennlichen zu sehen, bei dem der Unterschnabel einseitig übermäßig stark und ein wenig schief gewachsen ist.

Vorher: Unzertrennlicher mit einseitig zu langem Unterschnabel, seitlich betrachtet  Vorher: Unzertrennlicher mit einseitig zu langem Unterschnabel, von vorn betrachtet

Nachher: Unzertrennlicher nach dem Kürzen des einseitig zu langen Unterschnabels, seitlich betrachtet  Nachher: Unzertrennlicher nach dem Kürzen des einseitig zu langen Unterschnabels, von vorn betrachtet

Schnabelbruch
Schnabelbruch bei einem WellensittichAufgrund schwerer Unfälle kann es geschehen, dass der Schnabel eines Vogels abbricht. Meist ist dies eine direkte Folge einer Kollision mit einem Hindernis wie einer Fensterscheibe oder einem Spiegel, aber auch durch Beißereien mit Artgenossen kann es zu einem Schnabelbruch kommen. Je nachdem, wo die Bruchkante verläuft, hat der betroffene Vogel eine mehr oder minder hohe Überlebenschance. Allerdings wächst der Schnabel nicht unbedingt nach, denn wenn der innere Bereich, also der Knochen, verletzt wurde, gibt es keine Wachstumszone mehr. Schnabelbrüche stellen ein komplexes Thema dar und werden deshalb in einem separaten Kapitel ausführlich vorgestellt.

Tipp:
Detaillierte Informationen über den Schnabel liefert der Artikel "Der Papageienschnabel" von Dr. Hildegard Niemann. Veröffentlicht worden ist er in der Ausgabe 04/2008 im WP-Magazin Externer Link.

 
 
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