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  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 03.01.2003
     
  Heute gönnte ich den Vögeln und mir eine etwas längere Nachtruhe als gestern. Beim Einsetzen der Morgendämmerung begann ich damit, meinen gefiederten Pfleglingen und mir das Frühstück zu bereiten. Für die Wellen- und Katharinasittiche legte ich Mangold, Petersilie, Basilikum, Karotten und Apfelstücke zurecht, mir selbst rührte ich mein Müesli mit dem Rest des Apfels und Buttermilch an.

Als ich ins Vogelzimmer kam, um den Tieren ihr Futter zu reichen, war es schon ein wenig hell. Die Katharinasittiche fächerten anfangs beide ihre Schwänze auseinander und zusammen. Sie werden nach wie vor sehr nervös, sobald ich das Vogelzimmer betrete. Die Wellensittiche wachten langsam auf und freuten sich ganz offensichtlich schon auf ihr Keimfutter, das ich mit gehackten Küchenkräutern und einer Prise Korvimin verfeinert hatte. Merlin und Nimue bekamen übrigens ein großes Stück Hirse sowie Grassamen zusätzlich zu ihrem trockenen und gekeimten Körnerfutter, schließlich hatten sie gestern viel zu wenig gegessen.

Während ich das Futter im Käfig der Katharinasittiche befestigte, war Merlin wieder ganz außer sich vor Furcht. Fast schon panisch sprang der Vogel auf den Boden, was bei Nimue sofort für große Angst sorgte. Mir tut das alles ausgesprochen Leid, aber ich muss hin und wieder in den Käfig greifen, um das Futter zu servieren und das Wasser auszutauschen. Ich bemühe mich immer darum, mich möglichst langsam und ruhig zu bewegen, ohne jedoch dabei herumzutrödeln, damit die beiden Katharinasittiche nicht länger als nötig unter meiner für sie erschreckenden Nähe zu leiden haben.

Kaum hatte ich meine Hand aus dem Käfig genommen, da lief Nimue mehr zufällig als geplant auf das große Apfelstück zu. Der Sittich reagierte verdutzt, als ihm etwas Feuchtes gegen das Brustgefieder drückte und tastete das unbekannte Etwas mit Schnabel und Zunge ab. Es stand ihm förmlich ins Gesicht geschrieben, dass ihm der Geschmack gefiel. Augenblicklich begann der Lutino damit, sich den Kropf mit dem Apfel vollzuschlagen. Merlin beäugte das Ganze leider mit großem Misstrauen und machte einen Bogen um sämtliches Obst und Gemüse.

"Auch das noch!", muss sich Merlin gedacht haben, als ich mit dem Putzeimer anrückte, um das Vogelzimmer zu reinigen. Hierbei führte ich nur ruhige, langsame Bewegungen aus. Nach wenigen Minuten gewöhnten sich die Katharinasittiche an die mit dem Putzen verbundene Geräuschkulisse. Erst als ich mir ihren Käfig vornahm, brach wieder Panik bei ihnen aus.

Aber es half nichts, seit ihrem Einzug in mein Vogelzimmer hatte ich den Käfig nicht gereinigt, er war nun dringend fällig! Ich stellte das Käfigoberteil, in dem sich die beiden Vögel aufhielten, zurück an seinen Platz und machte mich mit dem Unterteil auf dem Weg zum Mülleimer.

Kruste auf dem Kunststoff Nachdem ich den Sand ausgeschüttet hatte, traf mich der Schlag! Die Kunststoffwanne des Käfigs wies sehr starke Harnstoffkrusten auf, was darauf schließen lässt, dass der Vorbesitzer den Käfig nur selten wirklich gereinigt hat. In der nebenstehenden Abbildung kann man eine dieser Krusten sehen. Ein Sandwechsel allein reicht bei Katharinasittichen nicht aus, da ihre Kothaufen vergleichsweise feucht sind. Trocknen diese am Kunststoff der Plastikwanne fest und wird diese nicht regelmäßig gereinigt, bilden sich Harnsäurekrusten, die nur schwer wieder zu entfernen sind.

Mit Sagrotan und einem Scheuerschwämmchen bewaffnet, machte ich mich ans Werk und schrubbte fünf Minuten die Kunststoffwanne. Leider praktisch ohne Erfolg, die Krusten lösten sich nur geringfügig. Vermutlich muss ich diese Schrubberei noch einige Male wiederholen, bis ich die Harnsäurekrusten restlos entfernt haben werde. Liebe Leser, sollte jemand von Ihnen einen Tipp auf Lager haben, womit sich diese Harnsäurerückstände leicht entfernen beziehungsweise lösen lassen, dann immer her damit! Sie erreichen mich unter webmaster@birds-online.de.

Anmerkung: Dank einiger Zuschriften habe ich nun viele brauchbare Tipps erhalten, die ich in den kommenden Tagen ausprobieren werde. Ich werde an dieser Stelle darüber berichten, womit sich die Harnsäurerückstände am besten entfernen lassen haben. (09.01.2003)

Nachdem ich mit dem Putzen fertig war, machte sich Nimue auf zu einer weiteren Erkundung des Vogelzimmers. Zunächst kletterte der blinde Lutino auf seinen Käfig, reckte sich in Richtung Zimmerdecke und hob ab. Der Vogel flog höher und höher, bis er die Zimmerdecke berührte. Danach sank Nimue hinab zum Fußboden und rannte zwischen den Klettergestellen der flugunfähigen Wellensittichen herum. Ich sammelte den Vogel vorsichtig mit der Hand ein und brachte ihn zurück in seinen Käfig, wo er sich erst einmal kräftig schüttelte und den Kontakt zu Merlin suchte.

 
 
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