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  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 12.01.2003
     
  Gestern bin ich nicht dazu gekommen, einen Bericht über die Katharinasittiche zu verfassen, da leider zu viele andere Dinge erledigt werden mussten. Dafür gibt es heute umso mehr zu erzählen.

Nimue bereitet mir nach wie vor großes Kopfzerbrechen. Der Vogel ist schlapp, schläft sehr viel und tut dies meist auf dem Boden des Käfigs. Bei den Wellensittichen ist dies stets ein Zeichen größter Gefahr. Da sich Nimue aber bisher sehr oft und gern am Boden des Käfigs aufgehalten hat, ist übertriebene Angst meiner Ansicht nach fehl am Platze. Die Kleintiereinstreu scheint er gemütlich zu finden, und sie wärmt ihn obendrein.

Wärme ist bei Durchfallerkrankungen gut. Also entschied ich, Nimue ein wenig Infrarotlicht zu gönnen. Zuvor verabreichte ich meinem gefiederten Patienten seine heutige Portion Bird Bene-bac, die er wie immer begierig aufschleckte. Anschließend nahm ich mich seiner viel zu langen Krallen an und kürzte diese mit dem Nagelknipser. Das dabei entstehende Geräusch jagte dem blinden Vogel große Angst ein, was mir natürlich sehr Leid tat. Bedauerlicherweise konnte ich ihm die Krallen nicht ohne dieses Geräusch stutzen.

Ich wollte Nimue dann endlich ein wenig Ruhe vor der Infrarotlampe bieten und trug das Vögelchen ins Wohnzimmer, wo der Krankenkäfig sowie die Wärmelampe bereits warteten. Unterwegs entleerte sich der Sittich über meinen Pullover, die Hose, die Socken und den Boden. Durch die Aufregung, die mit dem Krallenschneiden verbunden war, hatte er wieder extrem flüssigen Durchfall. Der damit einhergehende Gestank war zum Glück nicht so übel wie vor einigen Tagen. Dennoch war ich nicht gerade erfreut darüber, dass meine Kleidung so richtig "beschissen" ausgesehen hat ...

Die Waschmaschine tat ihre Pflicht, während ich den Boden wischte und daraufhin den Käfig der Katharinasittiche reinigte, weil Nimue gerade nicht darin hockte. Merlin flatterte derweil aufgeregt durch das Vogelzimmer. Er mag es nicht, wenn ich am Käfig rumhantiere, das macht ihn zutiefst nervös. Am Keimfutterteller sitzend, ließ er einen Warnschrei nach dem anderen durch das Vogelzimmer gellen, während ich mit der Käfigreinigung beschäftigt war und langsam Ohrenschmerzen bekam. Erst als der Käfig wieder an der ihm bekannten Stelle stand, beruhigte sich Merlin.

Zusammen mit den Wellensittichen machte er sich über das Keimfutter her und flatterte zum Kletterbaum, an dem die frei schwingenden, großen Schaukeln hängen. Auf diesen kann er nicht landen. Beim Anflug ist er zu schnell, sodass er unmittelbar nach der Landung vom Impuls, den er der Schaukel durch seinen Aufprall erteilt, nach vorn gerissen wird und hinunterfällt. Merlin wird es wohl mit der Zeit erst lernen, schon vor der Landung den Flug in der Luft abzubremsen, wie es die Wellensittiche beispielsweise tun.

An diesem Wochenende hat Merlin Salatgurke als leckeres Gemüse für sich entdeckt. Nimue hat es eher mit Kiwi, die Merlin wiederum nicht so gut findet. Es ist schön zu beobachten, wie der Speisezettel der beiden mit der Zeit immer umfangreicher wird und sie sich trauen, neues Futter zu probieren.

 
 
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