Birds Online
     
  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 15.01.2003
     
  Pechvogel Jupiter Weil es Nimue neulich nicht so gut ging, hatte ich vor, den Vogel zum Tierarzt zu bringen. Alles kam noch viel dramatischer, als ich es gedacht hatte ... Gestern saß nicht nur er im Krankenkäfig, als ich zu meiner Ärztin ging, sondern auch Jupiter (siehe Foto rechts), und der Wellensittichmann war der weitaus akutere Kranke der beiden.

Wega oder Medea, eine der beiden Damen war es, die ihn von seiner Schaukel gestoßen hatte, was ihn zu Recht empörte. Um sich abzureagieren, rannte er wie immer aus dem geöffneten Käfig, der auf dem Boden stand, da die drei Vögel flugunfähig sind. Draußen versuchte er ein wenig zu flattern - meist hilft ihm das sehr gut, um kräftig Dampf abzulassen. Bedauerlicherweise nicht dieses Mal, denn er stieß mit voller Wucht gegen eine Kante des Käfigs. Er schlug sich dabei seinen linken Flügel so sehr an, dass dieser rasch anschwoll und herab hing. Jupiter schrie vor Schmerzen und mir schwante Böses ...

Die Tierärztin diagnostizierte bei ihm eine angebrochene Mittelhandschwinge sowie eine heftige Prellung. Den armen Kerl hat es ziemlich übel erwischt. Er leidet jetzt unter großen Schmerzen, die ich ihm leider praktisch nicht nehmen kann.

Anmerkung: Da mich so viele Leser danach gefragt haben, hier noch ein kleiner Nachtrag. Jupiter wird von mir unter anderem mit Traumeel behandelt, damit seine Verletzungen schneller abheilen und weniger schmerzhaft sind. Auch sitzt er gern vor dem Infrarot-Dunkelstrahler und knabbert dabei rote Hirse. Ich lasse ihn gewähren, denn er ist derzeit wirklich arm dran, der kleine Pechvogel.

Nun aber zu Nimue, einem der beiden eigentlichen Hauptdarsteller dieses Tagebuches, denn auch dieser Vogel wurde von der Tierärztin genau untersucht. Körperlich ist bei ihm alles in bester Ordnung. Ein wenig mager ist er zwar, aber nicht bedenklich dünn. Ansonsten fehlt ihm abgesehen von seinem Augenproblem nichts. In Bezug auf seinen Durchfall bedeutet dies, dass er nach wie vor unter dem Stress leidet, dem er bei seinem Vorbesitzer ausgesetzt gewesen ist. Nimue ist sozusagen psychosomatisch darmkrank.

Im Grunde bin ich froh darüber, dass es nichts Ernstes ist. Aber es wird sicher nicht leicht, diese chronische Darmstörung in den Griff zu bekommen, denn dafür muss der verängstigte Sittich zunächst begreifen, dass ihm hier kein Mensch etwas Böses tun will. In den kommenden Tagen werde ich ihn mit Bird Bene-bac behandeln, was ihm sehr gut schmeckt. Mit der Zeit sollte sich seine Darmflora stabilisieren und der Zustand müsste an sich besser werden. Dies bleibt sehr zu hoffen, und ich werde an dieser Stelle weiterhin darüber berichten.

Merlin kann fliiiiegen! Merlin geht es blendend. Er fliegt oft und gern - am liebsten, wenn ich mit der Kamera in der Nähe bin -, rennt den Wellensittichen nach und kuschelt nach wie vor ausgesprochen zärtlich mit Nimue, wenn er bei dem Lutino im Käfig ist. Manchmal sehe ich die beiden zusammen in der Kleintiereinstreu hocken und miteinander schmusen. Das lässt mein Herz wirklich höher schlagen, denn genau so sehen glückliche Vögel aus.

 
 
Sämtliche Inhalte und Abbildungen auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Bilder-, Video-, Tondatei- und Textdiebstahl werden rechtlich verfolgt.