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  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 25.01.2003
     
  Liebe Besucher,

seit dem letzten Eintrag ins Tagebuch sind wieder einmal einige Tage vergangen. Leider habe ich unter der Woche keine Zeit gefunden, an dieser Stelle Neuigkeiten über die Katharinasittiche zu veröffentlichen. Viel zu viel Arbeit war zu erledigen, sodass Sie bedauerlicherweise auf diesen Eintrag länger als sonst üblich warten mussten.

Nimue und Merlin Die beiden Vögel haben sich so gut bei mir eingelebt, dass nicht mehr jeden Tag eine drastische Veränderung in ihrem Verhalten zu beobachten ist. Es wird also langsam ruhiger um die beiden, was sicher das Beste ist, denn ein gewisses Quantum an Normalität tut den Tieren ganz sicher gut. Bevor ich es vergesse: Weil so viele Leser gefragt haben - der Name des Weibchens wird "Ni-mu-e" ausgesprochen.

In Sachen Futter hat sich nur wenig Neues ergeben. Chicorée scheint den beiden zu schmecken, Mangold ebenfalls. Von letzterem hatte ich den Vögeln kürzlich ein recht großes Blatt im Käfig befestigt, bevor ich zur Arbeit ging. Am Nachmittag fehlte vom Blattgemüse jede Spur, sie hatten es restlos aufgefuttert.

Brokkoli scheint ihnen wie ein lustiges Spielzeug vorzukommen. Sie essen dieses Gemüse nicht, sondern nagen lediglich die winzigen Blütenköpfe ab und lassen sie dann in ihren Trinknapf fallen. Sehr originell - offenbar wollen die beiden sich eine Gemüsesuppe zaubern!

Mit dem Trinknapf hatte ich in den letzten Tagen meine liebe Last, denn die beiden Vögel haben gelernt, wie man ihn aus seiner Verankerung reißt und sich so einen kleinen Pool auf dem Käfigboden einrichtet ... Zum Glück bin ich stärker. Die Befestigungsklammern sind nun so stark zusammengebogen, dass die Katharinasittiche ihren Traum vom Planschbecken im Keller vorerst nicht mehr in die Tat umsetzen können. Es hat ihnen ohnehin nicht viel gebracht, das Wasser auf die Kleintiereinstreu zu gießen, denn diese ist recht saugfähig, wie sie in den letzten Tagen eindrucksvoll bewiesen hat.

Wie mir scheint, möchten meine beiden Hübschen eine Familie gründen. So oft, wie ich sie gestern beim Geschlechtsakt beobachten konnte, habe ich "es" zuvor noch nie bei meinen Tieren gesehen! Ständig saß Merlin auf Nimue, der dies eine ganze Weile lang zu gefallen schien.

Am frühen gestrigen Abend wurde es ihr dann aber doch zu bunt und sie stritt sich sehr heftig mit Merlin. Da er jedoch nicht von ihr lassen wollte, schrie sie ihn in einer Weise an, wie ich es noch nie zuvor von ihr vernommen hatte. Sie hackte mit geöffnetem Schnabel um sich und versuchte ihn abzuwehren. Merlin war dermaßen liebestoll, dass er sich dadurch nicht beeindrucken ließ.

Wir Frauen halten untereinander zusammen, also griff ich ein und befreite die blinde Nimue aus ihrer misslichen Lage. Ihr Mann rannte aufgeregt durch den Käfig, während ich sie außerhalb der gemeinsamen Behausung auf meine Hand setzte. Ihr Schwanzgefieder war klitschnass, und ich bin mir sicher, dass sie keinen Durchfall hatte, denn die Flüssigkeit war durchsichtig ...

Ich brachte Nimue zum Klettergestell auf der Fensterbank, wo sie sich die letzten Strahlen der Abendsonne auf den Rücken scheinen ließ. Das gefiel ihr offensichtlich, denn sie drehte sich so, dass sie der Sonne möglichst viel Körperfläche darbot. Nach wenigen Minuten hatte sie sich von Merlins aufdringlichen Liebesbeweisen erholt und rief nach ihm. Er ließ sich nicht lange bitten und kam zu ihr geflogen.

Nimue und Merlin

Aneinander gekuschelt saßen sie da, bis die Sonne untergegangen war. Dann wurde Nimue spürbar unruhiger und ich trug sie zurück in ihren Käfig, wo sie erst einmal ein wenig Hirse futterte, bevor sie in der Kleintiereinstreu am Boden des Käfigs wieder Wühlmaus-Sittich spielte.

Seit einigen Tagen schlafen beide Vögel in die Kleintiereinstreu gekuschelt auf dem Boden des Käfigs. Sie liegen dabei dicht nebeneinander und halten ständig Körperkontakt. Kurz bevor ich das Licht im Vogelzimmer lösche, finden sie sich auf dem Boden ein und liegen dann meist zufrieden mit den Schnäbeln knirschend in ihrem "Bett" aus Kleintiereinstreu.

 
 
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