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  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 01.02.2003
     
  Vor genau einem Monat sind Merlin und Nimue bei mir eingezogen. Aus den anfänglich überängstlichen Federbündeln sind in den vergangenen Wochen zwei lebenslustige Sittiche geworden, die inzwischen sogar zaghaft damit anfangen, Schabernack zu treiben.

Als ich heute Morgen im Vogelzimmer das Obst und Gemüse an den Futterplätzen auslegte, waren die Wellensittiche noch in ihren Schlafkäfigen. Für die blinde Nimue befestige ich die Frischkost direkt im Käfig der Kathis, weil sie sich darin meistens aufhält.

Kaum hatte ich das Türchen geöffnet, sprang Merlin an mir vorbei und drehte übermütig ein paar Runden durch das Vogelzimmer. Dabei schlug er Haken in der Luft und vollführte rasante Kehrtwendungen, obwohl keine Hindernisse im Weg waren. Der grüne Vogel versprühte eine gewaltige Portion Lebensfreude und Spaß am Fliegen.

Nachdem er sich fliegend ausgetobt hatte, ließ er sich auf dem Klettergestell am Fenster nieder und schaute majestätisch drein. Ich wurde den Eindruck nicht los, als fühle er sich gerade wie der König des Vogelzimmers, denn die Wellis waren ja noch nicht draußen. Das ganze Zimmer gehörte ihm und er schien es zu genießen. Zufrieden fing er an, vor sich hin zu singen.

Nimue entdeckte binnen weniger Sekunden den frischen Eisbergsalat im Käfig und begann zu frühstücken. Auch sie wirkte sehr zufrieden auf mich, als sie genüsslich kauend vor dem großen Salatstück saß. Im Anschluss daran genehmigte sie sich ein paar Schnäbel voll Apfel.

Max Gestern Abend habe ich etwas sehr Schönes beobachtet, als Merlin mal wieder im Vogelzimmer herumturnte, was seit einigen Tagen zu seinen ausgewiesenen Lieblingsbeschäftigungen gehört. Er saß auf einem Klettergestell ganz in der Nähe des aufgedrehten Wellensittich-Männchens Max, den die nebenstehende Abbildung zeigt. Dieser spielte ausdauernd mit einem Glöckchen. Am liebsten hätte Merlin mitgemacht, aber er hat nach wie vor allergrößten Respekt vor den Wellensittichen und hält mindestens zehn Zentimeter Abstand.

Während Max wieder und wieder sein geliebtes Glöckchen anstieß und dieses lautstark vor sich hin bimmelte, fiel Merlin fast von der Stange, weil er sich so groß machte, um auch ja alles sehen zu können, was der hellblaue Welli gerade anstellte. Max verlor irgendwann die Lust, mit seinem Glöckchen zu spielen und flog davon. Kaum war er weg, machte Merlin einen großen Satz und saß direkt vor dem Spielzeug, um es genau in Augenschein nehmen zu können. Er begann dann sogar damit zu spielen!

Nimue auf dem Korkstück Nimue mag es inzwischen sehr, wenn ich sie hin und wieder aus dem Käfig hole und auf eines der beiden großen Korkeichenrinden-Stücke am Fenster setze. Dort klettert und knabbert sie, schmust mit Merlin und sonnt sich, sofern der Himmel gerade mal nicht wolkenverhangen ist.

Hin und wieder schläft Nimue in einer der beiden Korkhöhlen ein. Ihr Mann stellt sich dann vor die Öffnung und bewacht seine Frau, wobei er fast immer singt.

Die Katharinasittiche paaren sich täglich mindestens fünf Mal, sie scheinen durch ihren Umzug in mein Vogelzimmer mächtig in Brutstimmung geraten zu sein. Sie brüten zu lassen, halte ich jedoch für keine gute Idee, da die blinde Nimue damit ganz sicher vollkommen überfordert wäre und Merlin überdies noch immer ein wenig Scheu zeigt, wenn sich ihm ein Wellensittich nähert. Da ich aber weder die Wellis, noch die Kathis aus dem Vogelzimmer nehmen kann, ist es keine gute Idee, Nimue und Merlin tatsächlich eine Familie gründen zu lassen.

 
 
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