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  Home > Meine Katharinasittiche > Tagebuch von Nimue und Merlin: 16.02.2003
     
  Die vergangenen Tage hatten bis auf den gestrigen alle eines gemeinsam: das Wetter war sonnig. Mein Vogelzimmer liegt so, dass die Sonne ab dem frühen Nachmittag bis zum Abend hinein scheint. Alle Vögel waren in dieser Woche regelrecht aufgedreht, sie schienen die vielen Sonnenstrahlen nach der trüben Winterzeit regelrecht in sich aufzusaugen.

Auch die Katharinasittiche waren noch unternehmungslustiger als in den Wochen zuvor. Da ich am Montag einen Tag frei hatte, konnten Merlin und Nimue schon am frühen Morgen aus dem Käfig. Merlin lässt sich meist nicht lange bitten. Sobald das Türchen geöffnet ist, flattert er auch schon los. Nimue stapfte ihm am Montag mutig hinterher. Schneller als ich reagieren konnte, hatte sie sich in die Luft geschwungen und flog vorsichtig auf das Fenster zu.

Dort krallte sie sich in die Gardine und rutschte an dieser herunter, bis sie auf ihrem Lieblingsplatz saß: auf der Fensterbank. Die großen Korkeichenrinden-Stücke und das Klettergestell sind für die beiden Katharinasittiche inzwischen so etwas wie ein Abenteuerspielplatz, auf dem sie ausgiebig herumtoben.

Abenteuerspielplatz Korkeichenrinde

In mühevoller Kleinarbeit zerlegte Nimue die Korkeichenrinde, manchmal half Merlin ihr ein wenig dabei. Während er im Vogelzimmer unterwegs war, lief sie auf der Fensterbank herum. Dabei hielt sie ihren Kopf immer weit gesenkt und schritt bedächtig an den Fenstern entlang. Sie bewegte sich wie ein Kakapo und hatte sogar in etwa denselben Gesichtsausdruck wie die neuseeländischen Eulenpapageien.

Den Futterplatz mit dem frischen Obst und Gemüse, der sich auf der Fensterbank befindet, hat sie schnell entdeckt. Nicht nur am Montag futterte sie mit sichtlichem Vergnügen eine Weintraube nach der anderen. Ihr Mann steht nach wie vor mehr auf Apfel, deshalb bleiben mehr Weintrauben für sie übrig. :-)

Himalia und Nimue Seit Mittwoch spielt Nimue hin und wieder mit Begeisterung ihre Rolle als Gespenst des Vogelzimmers. Sie läuft so nahe wie möglich ans Fenster, schiebt ihren Oberkörper unter die Gardine und flitzt dann so schnell sie kann hin und her. Der nebenstehende Schnappschuss sollte eigentlich die neu hier eingezogene Welli-Dame Himalia ablichten. Im Hintergrund kann man - leider ein wenig unscharf - erkennen, wie sich Nimue gerade unter die Gardine schiebt, um erneut das Gespenst zu mimen.

Der gute Merlin hat diese Woche am eigenen Leibe erfahren müssen wie es ist, wenn man zum Objekt der Begierde eines Vertreters einer anderen Vogelart wird. Neulich hatte er versucht, Dione zu besteigen, was gründlich schief gegangen ist (siehe Bericht). Am Donnerstag erfuhr er dann, dass ihn der große Standardsittich-Mann Max ungeheuer sexy findet ...

Max, der liebestolle Wellensittich Hin und wieder ist Max sehr aufgedreht. Der hellblaue Hahn balzt dann ekstatisch und gerät zunehmend in Stimmung. Am Donnerstag hat er sich dabei auf Merlin konzentriert. Dieser wusste irgendwann nicht mehr, wie er sich hinstellen sollte, denn wieder und wieder rannte Max um ihn herum und versuchte ihm auf den Rücken zu steigen.

Merlins wütendes Gemecker interessierte Max nicht im Geringsten, sodass sich der Katharinasittich letztlich nur noch mit einigen Schnabelhieben zu helfen wusste. Max ließ aber trotzdem nicht von ihm ab, was mich dazu veranlasste, in die Situation einzugreifen, wo ich mich ohnehin gerade im Vogelzimmer aufhielt. Endlich hatte Merlin wieder seine Ruhe und konnte zusammen mit seiner Frau auf der Korkeichenrinde sitzen und in der Abendsonne kuscheln.

Anmerkung: Dies war der letzte Eintrag ins Tagebuch, weil sich die Vögel so gut eingelebt haben, dass eine weitere Berichterstattung über Fortschritte nicht mehr nötig ist.

 
 
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