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  Romy - die betagte, flugunfähige Vogeldame

RomyIrgendetwas Schlimmes muss ihr bei ihrem vorherigen Besitzer widerfahren sein, aber was das genau ist, weiß niemand und Romy kann es leider nicht erzählen. Sicher ist, dass der Vorbesitzer nicht sonderlich gut Acht gegeben hat, anderenfalls wäre Romy körperlich nicht in so schlechter Verfassung gewesen, als sie im Sommer 2014 zusammen mit ihrer Gefährtin Julia in Bonn dem Verein der Wellensittich-Freunde Deutschland e.V. übergeben wurde. Zwar kümmerte sich der Verein intensiv um die Vögel und stellte sie einem fachkundigen Tierarzt vor. Dieser konnte jedoch nichts ausrichten, denn Romys körperliche Einschränkungen werden von Dauer sein, weil sie nicht mehr behandelbar sind. Dafür ist es leider viel zu spät und der Vorbesitzer hat den richtigen Zeitpunkt verpasst, um der armen Vogeldame zu helfen.

RomyRomy ist flugunfähig, möglicherweise hatte sie früher einen Unfall, bei dem sie sich die Flügel oder die Schultern verletzt hat. Vielleicht ist die Verletzung sogar behandelt worden, allerdings führen solche Behandlungen nicht immer zum gewünschten Erfolg und die betroffenen Tiere erlangen ihre Flugfähigkeit nicht mehr zurück. Weil Romy aber insgesamt sehr vernachlässigt wirkte, ist davon auszugehen, dass der Vorbesitzer sich nicht um sie gekümmert hat, als sie ihre Flügel- oder Schulterverletzung erlitten hat.

An der Unterseite eines ihrer Flügel hat Julia ein großes Xanthom. Diese Hautveränderung ist kaum therapierbar und verursacht bei vielen hiervon betroffenen Vögeln starken Juckreiz, sodass sich die Tiere blutig beißen. Zum Glück juckt Romys Xanthom nicht, sie knabbert nicht daran herum. Dennoch muss die Hautveränderung immer genau im Blick behalten werden, denn sie kann sich in Zukunft jederzeit verschlimmern.

RomyRomy hat am Bauch ein großes Lipom, das auf Fehlernährung und Bewegungsmangel in ihrem früheren Zuhause schließen lässt. Zwar treten Lipome auch mitunter bei Vögeln mit viel Freiflug auf. Aber da Romy vermutlich schon länger nicht mehr fliegen kann, hatte sie wahrscheinlich kaum Möglichkeiten, sich zu bewegen. Weil sie übergewichtig war - inzwischen hat Romy dank ausgewogener Ernährung ein wenig abgenommen -, hat sich unter einem ihrer Füße in der Vergangenheit ein Ballengeschwür entwickelt, von dem heute nur noch Narbengewebe übrig ist. Solche aus Druckstellen hervorgehenden Geschwüre treten häufig bei stark übergewichtigen Vögeln auf, bei denen durch das hohe Körpergewicht bestimmte Bereiche der Fußsohlen zu stark belastet werden. Auch die Narbe am Fuß muss immer im Blick behalten werden, weil sich aus ihr jederzeit wieder ein Geschwür entwickeln kann. Glücklicherweise schränkt die Narbe Romy jedoch beim Laufen und Klettern nicht ein, sodass sie recht beweglich ist.

Während ich im Spätsommer 2014 im Urlaub gewesen bin, waren meine Vögel bei meinen Freunden untergebracht, die zu dieser Zeit auch Romy und Julia beherbergten. Die beiden Vögel sollten vermittelt werden und waren dort nur zur vorübergehenden Pflege untergebracht und die Chancen auf eine Vermittlung der beiden schwer gehandicapten Vogeldamen standen leider sehr schlecht. Doch Romy hat dafür gesorgt, die Dinge zu beschleunigen. Denn sie hat sich in meinen Vogel Lucifer verliebt, der bei meinen Freunden zu meinen Tieren gestoßen war und nach meinem Urlaub zu mir ziehen sollte. Wir wollten nicht trennen, was zusammengehört. Also adoptierte ich Romy und Julia, sie wurden am 26. September 2014 offiziell Mitglieder des Birds-Online-Schwarms. Sobald ich weitere Bilder von Romy - hoffentlich turtelnd mit Lucifer - habe, werde ich sie an dieser Stelle veröffentlichen.

Lesetipp: Die romantische Liebesgeschichte von Romy und Lucifer ist in Form eines Artikels im WP-Magazin Externer Link (Heft 04/2015) erschienen. Hier können Sie diesen Artikel als kostenlose Leseprobe herunterladen: "Mehr als ein Ferienflirt - wie eine Wellensittichliebe ihren Weg fand".

 
 
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