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  Viele Vögel fressen für ihr Leben gern Eifutter. Trockenes Fertigfutter, wie es im Fachhandel erhältlich ist, wird oft jedoch nicht allzu gern genommen, frisch zubereitetes Eifutter ist den Tieren lieber. Es lässt sich leicht selbst zubereiten und ist richtig gelagert einige Wochen haltbar.

Achtung: Bitte bedenken Sie, dass Vögel, die an einer Pilzinfektion oder Megabakteriose bzw. an einer Macrorhabdiose (Megabakteriose) leiden, nach Möglichkeit keinen Zucker zu sich nehmen sollten. Lassen Sie deshalb den in den Rezepten in dieser Unterrubrik aufgeführten Honig beim Backen weg, wenn die Leckereien für solch heikle Patienten zubereitet werden sollen.

Bei einigen weiteren Erkrankungen ist es nicht sinnvoll, Eifutter zu reichen. So können beispielsweise Vögel mit Nierenerkrankungen oder Gicht Eifutter nicht gut vertragen, weil es ihre Nieren belastet. Ferner gilt es zu beachten, dass das regelmäßige Servieren von Eifutter den Bruttrieb steigert. Bedenken Sie dies bitte und verfüttern Sie auf gar keinen Fall Eifutter an Vogelweibchen, die an einem Legezwang leiden oder die stark in Brutstimmung sind, obwohl kein Nachwuchs von Ihrer Seite erwünscht ist.

Menge Zutaten
6 Eier (bitte von glücklichen Hühnern!)
120 g Weizenmehl (Type 405)
1,5 - 2 EL flüssiger Honig

Zubereitung des Teigs für das Eifutter
Geben Sie die Eier in eine Schüssel und schlagen Sie sie auf der höchsten Stufe mit dem Mixer. Geben Sie den flüssigen Honig hinzu und schlagen Sie das Gemisch einige Minuten lang schaumig. Schalten Sie den Mixer nun auf eine kleinere Stufe und lassen Sie vorsichtig das Mehl in das aufgeschlagene Ei-Honig-Gemisch hinein rieseln. Der Teig ist fertig, wenn sich das Mehl gut mit der Ei-Honig-Masse vermischt hat.

Gießen Sie den Teig nun in eine breite Auflaufform, auch eine Pizzabodenform ist bestens geeignet. Ideal geeignet sind Backformen aus Silikon, weil sich das Eifutter daraus später am besten lösen lässt. Backformen mit Anti-Haftbeschichtung können bei Ziervögeln zu ernsten Gesundheitsproblemen führen, siehe Kapitel über PTFE-Gasvergiftungen.

Backen der Teigmischung
Backen Sie den Teig im vorgeheizten Backofen bei 180 Grad Celsius ca. 20 Minuten goldbraun. Schneiden Sie den fertig gebackenen "Kuchen" sofort in Stücke und lassen Sie ihn auf einem Rost auskühlen. Anschließend sollten die "Kuchenstücke" für einige Zeit an einem warmen, trockenen Ort zum Trocknen aufgestellt werden. Wer einen Umluftofen zur Verfügung hat, kann diesen auf etwa 80 Grad Celsius heizen und die "Kuchenstücke" darin etwa eine halbe bis eine Stunde trocknen. Achten Sie darauf, dass sie nicht nachbräunen oder gar anbrennen.

Die Stücke können den Vögeln als Ganzes serviert werden, aber man kann sie auch von Hand zerbröseln oder mit dem Pürierstab hacken (nicht zu fein, damit kein Pulver daraus wird).

Zusätzliche Zutaten
Um die Eifutter-Teigmischung aufzupeppen, kann man eine ganze Reihe von Zutaten hinzugeben. Im entsprechenden Kapitel dieser Unterrubrik erfahren Sie mehr zu diesem Thema. Wer Körner und Saaten einbacken möchte, wird damit zu kämpfen haben, dass diese innerhalb der Masse nach unten sinken und sich so am Boden der Backform sammeln. Feine und leichte Sämereien wie zum Beispiel Knaulgras lassen sich hingegen gut mit einbacken, weil sie aufgrund ihres geringen Gewichts im Teig schwimmen.

Lagerung und Haltbarkeit
In luftdichte Dosen verpackt, kann man das Eifutter etwa eine Woche im Kühlschrank lagern. Im Tiefkühlschrank ist es bis zu drei Monate haltbar. Es empfiehlt sich deshalb, das Eifutter portionsweise einzufrieren. Bei Zimmertemperatur ist das Futter nur zwei bis drei Tage haltbar. Wichtig ist in jedem Fall, dass das Eifutter trocken gelagert wird.

 
 
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