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Großer KletterbaumWie es der Name bereits vermuten lässt, sind Kletterbäume dem nachempfunden, was Vögel in der Natur vorfinden: Bäume. Es handelt sich bei Kletterbäumen also um miteinander verbundene Holzteile, die am besten aus Naturästen bestehen sollten. Äste sind deshalb besonders gut geeignet, weil sie oft schief gewachsen sind und weil sie im Unterschied zu gedrechselten Holzstangen unterschiedliche Dicken aufweisen. Schräg, krumm und schief - genau das ist es, was Vögel lieben und was sowohl ihre Fußmuskulatur als auch ihre Kletterfähigkeiten trainiert. Der ideale Kletterbaum weist zudem schwingende Sitzgelegenheiten auf, die dünnen Zweigen nachempfunden sind, wie sie in der Natur zu finden sind. Setzt sich draußen ein Vogel auf einen dünnen Zweig eines Baumes, so gibt dieser nach oder wackelt im Wind. Das trainiert die Balance der Tiere, weshalb auch Ziervögel die Möglichkeit haben sollten, auf frei schwingenden oder schaukelnden Sitzgelegenheiten zu rasten oder zu turnen. Die Birds-Online-Leserin Isabel Muschket hat hierzu einen besonderen Tipp:

"Ich habe mir aus einem Waldstück (welches meinem Vater gehört; ansonsten einfach einen Förster fragen) einen kleinen Baum geholt. Den habe ich mit Zementestrich in einem großen Blumentopf befestigt und Erde und Vogelsand aufgefüllt. Ein paar Äste habe ich dran gelassen, die anderen habe ich einfach mit Strick daran gebunden, damit man sie auswechseln und besser säubern kann. Außerdem habe ich noch einige andere Spielsachen aufgehängt."

Kletterbaum aus Naturästen

Zwei Wellensittiche auf einem KletterbaumNatürlich können Kletterbäume auch ganz anders konzipiert werden: Es ist zum Beispiel möglich, große Äste hängend mit Seilen aus Jute oder Sisal an der Decke zu befestigen und sie mit allerlei Spielzeug zu behängen. Hierfür eignen sich beispielsweise Schaukeln, Weidenzweig-Kugeln, Baumwollseile oder kommerzielles Spielzeug. Am besten ist es, stark verzweigte Äste zu verwenden. Für die Vogelfüße ist es ein ideales Training, wenn die einzelnen Verzweigungen unterschiedlich dick sind. Zudem sollten sie nicht unbedingt alle waagerecht und möglichst gerade sein. Je schiefer, desto besser, denn Wellensittiche und auch andere Vögel klettern sehr gern. Das Beispiel unter diesen Zeilen zeigt, wie geräumig ein solcher Kletterbaum sein kann. Es handelt sich um einen Ast, der aus einem Apfelbaum gesägt worden ist:

Hänge-Kletterbaum aus einem Apfelbaum-Zweig

Kletterbaum aus einem Kleiderständer Doch es gibt freilich noch weitere Möglichkeiten, um einen Kletterbaum zu basteln. In ihrem alten Freiflugzimmer wollte ich meinen Sittichen gern möglichst viele Klettermöglichkeiten zur Verfügung stellen. Weil es allerdings nicht zu meinen ausgewiesenen Lieblingsbeschäftigungen gehörte, Löcher in die sehr bröckeligen Decken und Wände zu bohren und weil ich leider nicht ohne Probleme an einen größeren Baum gelangen konnte, den ich hätte aufstellen können, kam mir die Idee, aus einem alten Kleiderständer auf Rollen einen Spielplatz für die Sittiche zu gestalten. Je nach Modell, lässt sich bei solchen Kleiderständern die obere Metallstange durch eine Holzstange ersetzen (Besenstiel zurecht sägen). An diesem "Kletterbaum" befestigte ich die verschiedenen Schaukeln und Kletterspielzeuge meiner Sittiche. Diese Schaukeln waren fast alle aus Naturästen und Makrameeband selbst zusammengebaut, aber auch im Fachhandel gekaufte Kletterringe, die mit Jutegarn an die Querstange des Kleiderständers gebunden wurden, machten sich gut als Sitzplätze für die Vögel.

Da die Konstruktionen zu den absoluten Lieblingsplätzen meiner Sittiche gehörte, fielen ihre Hinterlassenschaften in großen Mengen auf den Boden. Um mir das Reinigen zu erleichtern, habe ich früher einen waschbaren Teppich unter den Kletterbaum gelegt. Später bin ich dann dazu übergegangen, Zeitungspapier auszulegen, denn es lässt sich täglich wechseln und ist somit noch hygienischer als die waschbaren Teppiche, die ich nur einmal in der Woche gewechselt und gewaschen habe.

 
 
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