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  Mitte April 2008 bin ich in eine neue Wohnung gezogen, die aus zwei Etagen besteht. Unten wohne ich, oben residieren die Vögel in einem Dachgeschosszimmer. Es weist an beiden langen Seiten Dachschrägen auf, hat aber trotzdem eine große Grundfläche. Den Vögeln steht nahezu doppelt so viel Platz wie im alten Vogelzimmer zur Verfügung, also rund 18 Quadratmeter. Zwei Fenster sind in die Dachschräge eingelassen. Durch sie fällt viel Licht in den Raum. Es ist vor allem im Sommer sehr hell im Vogelzimmer, die unter der Decke montierten Arcadia Bird Lamps brauche ich fast nie einzuschalten. Dunkle Rollladen sperren das Licht wirkungsvoll aus, sodass ich am Wochenende ausschlafen kann. Das weiß ich sehr zu schätzen, denn im alten Vogelzimmer war es morgens so hell, dass die Vögel früh zu lärmen begannen. Im Sommer konnte ich meist nur bis fünf Uhr schlafen, was ich vor allem am Wochenende nicht besonders angenehm fand.

Mein Vater hat sich große Mühe dabei gegeben, mir in Sachen Bodenbelag im Vogelzimmer zu helfen, wofür ich ihm sehr dankbar bin. Das Zimmer war ursprünglich mit einem hellen Veloursteppich ausgelegt, den ich laut Vermieter nicht rausreißen durfte. Ein heller Teppich ist kein idealer Bodenbelag für ein Vogelzimmer, in dem die Tiere den ganzen Tag frei herumfliegen und -laufen. Ich habe deshalb einen robusten PVC-Boden gekauft, den mein Vater über den anderen Teppich gelegt hat. Damit der Belag hält und keine Falten wirft, musste er an den Rändern mit Holzleisten befestigt werden. Diese Leisten werden von den Vögeln übrigens auch gern zum Nagen zweckentfremdet. Diese doppelte Teppichschicht hat einen sehr angenehmen Effekt: Der PVC-Boden gibt nach und fühlt sich sehr weich an. Meine flugunfähige Vögel verletzen sich deshalb nicht, wenn sie doch einmal einen Flugversuch starten und abstürzen.

Die Luke aus PlexiglasUnd dann war da noch das Problem mit dem Eingang: Da es sich um eine Maisonette-Wohnung handelt, wird der obere Raum durch ein "Loch" im Boden per Treppe betreten. Im Vogelzimmer befand sich ursprünglich über dieser Öffnung im Boden eine robuste, schwere Holzplatte. Ich befürchtete, dass sich meine flugunfähigen Vögel darauf niederlassen würden. Wenn ich dann die Platte bewegen würde, würden mir die Tiere entgegen fallen und die Treppe hinunter stürzen. Dies hätte schwere Verletzungen oder sogar den Tod der Tiere nach sich ziehen können. Also musste eine andere Lösung her, und das noch vor dem Einzug in die neue Wohnung. Mein Freund Norbert hat eine wunderbare Luke aus Plexiglas gebastelt (siehe Foto in diesem Absatz). Während er sie kurz vor dem Einzug in die neue Wohnung montiert hat, hat mir seine Lebensgefährtin Ulrike dabei geholfen, das Kletterspielzeug für die Vögel anzubringen. Wir haben Seile quer durch das Zimmer gespannt und daran allerlei Schaukeln in verschiedenen Ausführungen montiert. Außerdem haben wir einen großen, verzweigten Ast an einem Regal befestigt. Für die Hilfe der beiden Vogelfreunde bin ich sehr dankbar.

Nach so vielen Worten sollen nun Fotos folgen:

Vogelzimmer
Das weiße Regal mit dem großen, verzweigten Ast lädt die Vögel zum Verweilen ein.

Vogelzimmer
An durch das Zimmer gespannten Seilen hängt jede Menge Kletterspielzeug.

Vogelzimmer
Auf dem Boden befinden sich die Futternäpfe und die Plätze, an denen täglich Frischkost gereicht wird. Auch liegt dort ein verzweigter Ast, damit die flugunfähigen Vögel ebenfalls Kletterspaß erleben können.

Achtung: Normalerweise sollte ein Vogelzimmer vor allem in den oberen Regionen des Raumes mit Klettergegenständen ausgestattet sein, weil sich Wellensittiche nicht gern am Boden aufhalten. Mein Vogelzimmer ist jedoch gänzlich anders eingerichtet, weil sehr viele meiner Tiere nicht fliegen können oder anderweitig gehandicapt sind. Deshalb befinden sich auf dem Boden so viele Klettermöglichkeiten.
 
 
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