Birds Online
     
  Home > Unterbringung > Das alte Vogelzimmer meiner Sittiche
     
  Mein altes Vogelzimmer in meiner Essener Wohnung war etwa neun Quadratmeter groß, es ist mit stabilem PVC-Bodenbelag ausgelegt und verfügte über ein Fenster, das nach Westen wies. Damit es nicht zu folgenschweren Unfällen kommen konnte, war das Zimmer vogelsicher gestaltet. Vor dem Fenster hing eine dünne Gardine, die Steckdosen waren mit Kindersicherungen gesperrt, es gab nur wenige Möbel im Zimmer und der Spalt zwischen den Möbeln und den Wänden war oben bedeckt, damit die Tiere nicht dahinter stürzen konnten. Außerdem war eine Wand mit Teppich beklebt, damit der Lärm der Vögel nicht ungehindert in die Nachbarwohnung dringen konnte. Dieser Lärmschutz hat sich als äußerst wirkungsvoll erwiesen.

Um vor allem im Winterhalbjahr Licht- und UV-Strahlungs-Mangel vorzubeugen, haben zwei Arcadia Bird Lamps das Zimmer erhellt. Ich habe mich damals für die Kompaktlampen und somit gegen die Röhren von Arcadia entschieden, damit die Vögel nicht dem ständigen Geflacker ausgesetzt sein würden. Natürlich verfügte das Zimmer außerdem über eine Heizung. Weil sich das Reinigen dadurch angenehm leicht gestaltete, legte ich unter die Lieblingsplätze meiner Vögel Zeitungspapier, das ich täglich oder spätestens alle zwei Tage wechselte.

Nach so vielen Worten sollen nun Bilder sprechen:

Weißes Regal
Gegenüber der Tür stand ein weißes Metallregal mit Holzeinlegeböden, in dessen oberer Etage der Käfig der Katharinasittiche thronte. In diesem Käfig befand sich eine für die Vögel typische Schlafhalbröhre, die ich aus einer Weidenbrücke für Nager gebastelt habe. Einige meiner flugunfähigen Wellensittichweibchen sind früher angesichts dieser vermeintlichen Nistgelegenheit in Brutstimmung geraten, weshalb der Käfig danach so hoch oben stand und sich damit außerhalb ihrer Reichweite befand.

Das Ikea-Gestell
Dann war da noch das "Ikea-Klettergestell", das vor allem von den flugunfähigen Vögeln gern als Sitzplatz genutzt wurde. Es stand auf dem Boden und hatte aufgrund des ausgeprägten Nagetriebs eines meiner Katharinasittiche leider die Schaukeln und Verschnürungen mit Macrameeband eingebüßt.

Leiter-Klettergestell
Dieses Leiter-Klettergestell war auch ein beliebter Sitzplatz, und das nicht nur bei den Flugunfähigen. Es war auf dem Boden am besten aufgehoben, damit die Vögel - falls sie mal zu fliegen versuchten - nicht tief abstürzen konnten. Das hat die Verletzungsgefahr minimiert.

Klettergestell aus Naturästen
Dieses Foto zeigt einige ineinander gesteckte und am Kleiderständer festgebundene Naturäste. Die Vögel nutzten sie gern als Sitzplätze und kletterten im Geäst umher. Wären sie nicht so außerordentlich beliebt bei meinen Tieren gewesen, hätte ich die sperrigen, schwer zu reinigenden verzweigten Äste (= böse Stolperfallen beim Putzen des Zimmers!) längst rausgeworfen. Nach dem Umzug in die neue Wohnung gab es diese Konstruktion nicht mehr und ich bin endlich nicht mehr beim Putzen gestolpert. ;-)

Weidenkugel
Nichts geht ohne die Weidenkugel. Das Möbelhaus Ikea hat diese großen Kugeln, die aus Weidenästen geflochten sind, früher als Deko-Gegenstände verkauft. Meine Sittiche klettern gern auf der Kugel herum, weshalb sie für die Vögel ein fester Bestandteil ihres "Mobilars" gewesen ist.

Schaukel an der Zimmerdecke
Unter der Zimmerdecke befand sich ein Metallhaken (in die Decke gedübelt), an dem ich eine Schaukel befestigen konnte. Die Modelle variierten, ich bastelte immer mal wieder andere Schaukeln, damit die Vögel ständig etwas Neues zum Entdecken hatten.

Käfig mit Futter
Auf dem Fußboden standen nicht nur Klettergestelle, sondern auch diverse Käfigoberteile. An ihnen befestigte ich Obst und Gemüse sowie andere Leckereien. So war gewährleistet, dass auch die flugunfähigen Vögel sämtliches Futter problemlos erreichen konnten.

Futterschälchen
Apropos Futter. Auf dem Boden standen mehrere Tonschalen, die Körnerfutter, Knaulgras und das Trinkwasser enthielten. In den heißen Sommermonaten bot ich meinen Vögeln auf dem Boden eine große, flache, mit Wasser und kleinen Salatstücken gefüllte Schale zum Baden an. Ohne den Salat war die Badegelegenheit übrigens nur halb so beliebt.

Keimfutter auf einem Teller
Das Keimfutter reichte ich den Vögeln auf einem flachen Teller, den ich auf ein Käfigoberteil stellte. Neben dem Keimfutter war meist noch ein wenig Frischkost zu haben.

Käfig mit Schaukeln
Auf einem kleinen Schrank, in dem ich Futter und Zubehör (Schaukeln, Näpfe, Tonschälchen, etc.) lagerte, befand sich ein weiteres Käfigoberteil. Dieses war der Schlafkäfig der meisten meiner flugfähigen Wellensittiche. Auf die Schaukeln zogen sie sich mitunter auch tagsüber zurück, um dort ein wenig zu dösen.

Weißes Regal
In dem weißen Regal, das ganz oben den Katharinasittich-Schlafkäfig beherbergte, befanden sich einige Kletterspielplätze. Derjenige auf der unteren Ebene war über eine flexible Holzleiter mit dem Boden verbunden, damit die flugunfähigen Vögel ihn erreichen konnten.

Korkröhre
In diese Korkröhre zogen sich einige meiner Wellensittichweibchen und auch die Katharinasittiche gern zum nachmittäglichen Dösen zurück. Manchmal kuschelten sich darin mehrere Vögel aneinander - Katharinasittiche und Wellensittiche bunt gemischt.

Kork zum Zerbeißen
Und noch mehr Kork: Diese Stücke des Naturmaterials dienten zum Zerbeißen und hemmungslosen Schreddern. Insbesondere die Wellensittichweibchen gingen gern diesem Hobby nach. Außerdem lagen auf dem Boden verteilt kleine Spielzeuge wie Kunststoffpinguine auf Rädern oder Gitterbällchen, denn auch damit spielten meine Vögel manchmal gern.

Blick durch das Zimmer
Abschließend möchte ich noch ein Foto zeigen, das einen Blick quer durch das Zimmer erlaubt. Hierauf sind viele der oben beschriebenen einzelnen Einrichtungsgegenstände zu sehen.

Achtung: Normalerweise sollte ein Vogelzimmer vor allem in den oberen Regionen des Raumes mit Klettergegenständen ausgestattet sein, weil sich Wellensittiche nicht gern am Boden aufhalten. Mein altes Vogelzimmer war jedoch gänzlich anders eingerichtet, weil sehr viele meiner Tiere nicht fliegen konnten oder anderweitig gehandicapt waren.
 
 
Sämtliche Inhalte und Abbildungen auf dieser Seite sind urheberrechtlich geschützt. Bilder-, Video-, Tondatei- und Textdiebstahl werden rechtlich verfolgt.