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  Auf dem Rücken ist der Flaum im Vergleich zum Vortag ein wenig gewachsen und nun knapp einen Millimeter lang. Das Jungtier bettelt ständig um Futter und hat meist einen beängstigend prall gefüllten Kropf. Luftblasen im Kropf sind vollkommen normal, keine Sorge! Diese Blasen wandern im Futterbrei nach oben, sodass es stets so aussieht, als habe der Nestling zwei große Beulen links und rechts am Hals oder gar im Nacken. Unerfahrene Vogelzüchter halten diese Beulen manchmal für Entzündungen, die sie aufstecken wollen, um dem Jungvogel zu helfen. Wer dies tut, bringt den Nestling mit großer Wahrscheinlichkeit um, da durch das Anstechen der Blasen die Kropfwand zerstört wird.

Wenn die Mutter den Nestling mit einem speziellen, nahrhaften Sekret, der sogenannten Vormagenmilch füttert, dreht sie ihn dabei auf den Rücken. Augenblicklich fängt er mit einem leisen "Tschihihip tschihihip tschihihip", das sich pausenlos wiederholt, an zu betteln. Diese Rückenlage ist für die Vogelart typisch und normal. Es besteht keine Erstickungsgefahr für den Jungvogel. Sollte Ihnen dies zu Ohren kommen, können Sie es getrost vergessen, es handelt sich dabei um ein Gerücht ohne jeglichen Wahrheitsgehalt.

Den Kopf kann das Jungtier noch nicht aus eigener Kraft hochhalten, er wackelt unbeholfen und unkontrolliert umher. Der Bauch ist so dick, dass der Nestling auf den kurzen Beinchen gar nicht stehen könnte, selbst wenn sie bereits kräftig genug wären. Wie bei der Geburt, ist der Schnabel noch immer zart rosa gefärbt. Heute ist das Jungtier knapp 1,5 Zentimeter groß.

Einen Tag alter Nestling

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