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  Home > Werdegang eines Kükens > 17. Tag
     
 

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Obwohl bereits etwa zweieinhalb Wochen alt, sieht das Jungtier nach wie vor stoppelig aus. Das gilt vor allem für die Kopfregion. Die feinen silbrigen Hüllen, Federscheiden genannt, die die Schwanz- und Schwungfedern umgeben, beginnen nun damit, hinteren Ende ein wenig aufzuplatzen. Aus den stiftförmigen Gebilden werden bald typische Federn.

Besonders gern wird der Nestling gekrault. Wenn sich die Gelegenheit dafür bietet, hält er der Mutter die Bereiche um die Ohröffnungen hin und schließt genießerisch die Augen, wenn sie ihn umsorgt. Dort scheint der Juckreiz am größten zu sein. Seine Geschwister fordert er ebenfalls auf, sich mit dem Schnabel vorsichtig um die wachsenden Federn zu kümmern. Oder er krault seinerseits seine Geschwister. An sie kuschelt sich der junge Wellensittich in den Ruhephasen gern an.

Passt ihm etwas nicht, schimpft der kleine Vogel lauthals, was sich inzwischen kaum mehr von den entsprechenden Lautäußerungen erwachsener Wellensittiche unterscheiden lässt. Die ersten Gesangsübungen stehen ebenfalls auf dem Plan. Das klingt allerdings doch eher unbeholfen und noch nicht so wie bei seinen ausgewachsenen Artgenossen, und das, obwohl Wellensittiche verglichen mit anderen Vogelarten keine allzu komplizierten Gesänge vortragen. Gelegentlich kann man außerdem ein leises Zirpen vernehmen, das der Jungvogel vorträgt. Eventuell handelt es sich dabei um Kontaktlaute, die er mit seinen Geschwistern austauscht.

Bei der täglichen Nistkastenkontrolle und -reinigung ist der Jungvogel nicht mehr zu bändigen und klettert innerhalb kürzester Zeit von der Hand irgendwohin, wenn man nicht enorm aufpasst. Wer mehrere Jungvögel im Blick behalten muss, hat es mit dem berüchtigten "Sack Flöhe" zu tun, den es zu hüten gilt.

17 Tage alter Nestling

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