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Mindestens 10 mm, bei manchen Jungvögeln sogar bis zu 15 mm, sind die Schwanz- und Schwungfedern inzwischen lang geworden. An der Spitze entfalten sie sich langsam, während die Teile zwischen Spitze und Körper noch in den hauchdünnen Federscheiden stecken. Das ist aber nur noch eine Frage der Zeit. An Bauch, Brust und Rücken sind die Federn bereits 3 bis 4 mm weit durch die Haut gewachsen und man kann die spätere Farbe des jungen Vogels gut erkennen. Im Gesicht sieht das Jungtier inzwischen schon sehr wie ein Wellensittich aus, weil sein Schnabel etwa zwei Drittel der späteren Größe erreicht hat und auch das typische Muster zu erkennen ist, obwohl die Federn sich noch nicht entfaltet haben.

Wie schon am Vortag gehen heute die Gesangsübungen weiter, allerdings weniger zaghaft. Man könnte glatt meinen, dem Nestling fehle etwas, wenn er einen ebenso schrillen wie schrägen Ton nach dem anderen von sich gibt. Aber es ist normal, dass das Singen anfangs noch wenig melodiös klingt. Denn nur wer früh übt, wird einmal ein Meister in Sachen Gesang.

Im Rahmen der täglichen Nistkastenreinigung und -kontrolle kann man dem Jungvogel ein paar Streicheleinheiten gönnen – aber bitte nur dann, wenn er es mag und auch nur für wenige Sekunden, denn der Vogel sollte insgesamt nur wenige Minuten außerhalb des Nestes sein. Alles andere würde ihn in diesem Alter geistig noch überfordern. Was mit den Streicheleinheiten gemeint ist, ist Folgendes: Man kann sehr vorsichtig und sanft mit den Fingerkuppen über Kopf und Rücken fahren, und das in kreisenden Bewegungen. Manche Jungvögel heben sogar von sich aus bereitwillig die Flügel empor, damit man die Flanken vorsichtig massieren kann. Wenn man sieht, wie heftig sich der Jungvogel kratzt, kann man sich in etwa vorstellen, wie quälend der Juckreiz durch die wachsenden Federn sein muss. Das sanfte Kraulen mit dem Finger scheint für junge Wellensittiche, die keine Angst vor Menschen haben, deshalb sehr angenehm zu sein.

18 Tage alter Nestling

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