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  Wellensittiche bei der PaarungDas Züchten von Wellensittichen ist zweifelsohne ausgesprochen interessant und spannend. Allerdings sollte man sich darüber im Klaren sein, dass es innerhalb eines Nests vier oder mehr junge Sittiche geben kann. Kaum ein Hobbyzüchter wird alle Jungtiere selbst behalten können. Überlegen Sie deshalb vor dem Brutbeginn, wie viele Jungvögel Sie zum Beispiel im Bekanntenkreis unterbringen oder voraussichtlich verkaufen können. Klären Sie beispielsweise mit einem Zoohändler ab, ob er gegebenenfalls Jungvögel zum Verkauf annehmen würde. Oder recherchieren Sie in Internetforen, ob sich dort eventuell Nutzer angemeldet haben, die nach jungen Wellensittichen suchen. Meist finden sich Abnehmer für die Jungtiere, wenn man sich ein wenig umhört.

Wellensittichvater mit seiner KinderscharEs kann trotz aller Bemühungen jedoch vorkommen, dass nur eine bestimmte Anzahl von Wellensittichen vermittelt werden kann, ein Gelege aber deutlich mehr Eier umfasst. Um zu verhindern, dass aus überzähligen Eiern Jungtiere schlüpfen und man mit einer großen "Kinderschar" konfrontiert ist, sollten Sie das Gelege auf möglichst tierfreundliche Weise reduzieren. Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten, die im Folgenden erläutert werden. Auch die mit der jeweiligen Methode verbundenen Nachteile sollten Sie gründlich bedenken.

Abkochen
Direkt nachdem es gelegt worden ist, sollte das Ei abgekocht werden. Dabei besteht leider die Gefahr, dass es beschädigt wird, dessen sollten Sie sich bewusst sein. Ist alles gut gegangen und ist das Ei abgekocht, muss es nur noch abkühlen. Dann kann es dem brütenden Weibchen wieder untergelegt werden. Warten Sie mit dem Abkochen auf keinen Fall nicht zu lang, denn in einem befruchteten Ei reift sehr schnell ein Embryo heran, dessen Herz schon nach wenigen Bruttagen zu schlagen beginnt. Spätestens 24 Stunden nach der Eiablage sollten Sie das Ei sterilisieren, danach lieber nicht mehr.

Anstechen
Durch das Anstechen mit einer Nadel lassen sich Eier ebenfalls sterilisieren. Meist trocknen die Eier ein, wenn ihre Schale durchstochen worden ist. Allerdings kann es  unter Umständen auch geschehen, dass Bakterien in das Ei hinein gelangen und es rasch zu einer Fäulnis kommt. Würde einer brütenden Wellensittichhenne ein faulendes Ei untergelegt, ginge von ihm ein hohes Gesundheitsrisiko für die Vogelmutter und eventuell bereits geschlüpften Nachwuchs aus. Ein weiteres Risiko beim Anstechen ist, dass das Ei doch nicht ausgetrocknet und die Entwicklung des Kükens trotz des kleinen Defekts in der Schale normal voranschreitet. Aus so manchem vermeintlich sterilisierten Ei, das angestochen wurde, ist deshalb schon Nachwuchs geschlüpft. Die Methode des Anstechens ist deshalb nicht unbedingt zu empfehlen.

Ideale Lösung: Ersetzen der Eier
Ein Kunststoffei für WellensitticheEs existiert noch eine weitere Methode, die Anzahl der Nachkommen brütender Wellensittiche zuverlässig und ohne Risiko zu reduzieren: Entnehmen Sie die Eier, aus denen keine Junge schlüpfen sollen, sofort nach der Ablage aus dem Nistkasten und legen Sie an ihrer Stelle Kunststoffeier ins Nest. Die im gut sortierten Fachhandel erhältliche Kunststoffeier für Wellensittiche sind allerdings geringfügig größer als echte Wellensitticheier. Wichtig ist, dass Sie ein künstliches Ei für jedes entnommene echte Ei ins Nest legen, da das Weibchen anderenfalls unter Umständen wieder und wieder neue Eier legen würde, um das Gelege zu vervollständigen. Dies könnte sie auf die Dauer zu sehr entkräften. Grund zur Sorge, dass ein Wellensittichweibchen die Kunststoffeier nicht annimmt, besteht übrigens in aller Regel nicht. Meist werden die Plastikeier problemlos bebrütet.
 
         
 
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