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  Home > Wellensittichzucht > Steriles Gelege - wann sollte man es entfernen?
         
  Aus unterschiedlichen Gründen kann ein Gelege eines Vogelpaares steril sein. Entweder sind die Eier aufgrund mangelnder Fruchtbarkeit eines der Elternvögel unbefruchtet oder aber der Vogelhalter hat sie im Rahmen der Geburtenkontrolle selbst sterilisiert. Darüber hinaus kommen weitere Gründe dafür in Betracht, weshalb aus einem Ei kein Nachwuchs schlüpft. Ist dies der Fall, stellen sich viele Züchter die Frage, wann man ein steriles Ei oder Gelege aus dem Nistkasten entfernen sollte. Diese Entscheidung erfordert ein wenig Fingerspitzengefühl. Eine feste Regel, die einen bestimmten Zeitpunkt vorschreibt, existiert hierfür nicht. An dieser Stelle möchte ich Ihnen einige Anhaltspunkte geben, die Ihnen im individuellen Fall helfen sollen, den richtigen Zeitpunkt für das Entfernen eines sterilen Eis oder Geleges zu wählen.

Man sollte kein steriles Ei oder Gelege entfernen, bevor nicht die durchschnittliche Brutdauer von etwa 18 Tagen für das jeweils zuletzt abgelegte Ei verstrichen ist. Meiner Erfahrung nach werden die Hennen etwa ab dem 25 Bruttag (bezogen auf das zuletzt gelegte Ei) zunehmend unruhiger. Beobachten Sie das brütende Wellensittichweibchen ganz genau. Verliert es mehr und mehr das Interesse an dem Gelege und ist es häufig außerhalb des Nistkastens anzutreffen? Dann sollten Sie in Erwägung ziehen, das Gelege zu entfernen. Wollen Sie keinen weiteren Zuchtversuch durchfürhen, empfiehlt es sich, gleich den kompletten Nistkasten wegzunehmen, damit die Henne nicht erneut mit der Eiproduktion beginnt, um das verloren gegangene Gelege zu ersetzen.

Sollte bei Ihnen weiterhin der Wunsch bestehen, Wellensittiche zu züchten, obwohl das Gelege eines Weibchens unbefruchtet war, bliebe zu überdenken, ob Sie das Tier versuchsweise mit einem anderen Hahn verpaaren sollten. Viele Tierfreunde sehen derlei Zwangsverpaarungen allerdings als problematisch an, weil sie es als Eingriff in die "Privatsphäre" der Vögel empfinden, wenn diese ihre Partner nicht selbst wählen dürfen oder gar zu Zuchtzwecken von ihnen getrennt werden.

Es empfiehlt sich, den Nistkasten im Falle einer solchen Zwangsverpaarung gänzlich zu entfernen und dem neuen Paar erst einmal ein wenig Zeit zu lassen, sich aufeinander einzustellen, wenn es denn unbedingt sein muss, dass dem Weibchen ein anderer Hahn an die Seite gesetzt wird. Außerdem benötigt der Körper des Weibchens nach einem erfolglosen Brutversuch oft eine mehrwöchige Ruhephase. Zwei Gelegeproduktionen kurz hintereinander können die Gesundheit eines Vogels unter Umständen belasten.
 
         
 
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