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Normale Vogeleier weisen eine relativ harte Schale auf, die zu großen Teilen aus Kalk (Kalzium) besteht. Während des Entwicklungsprozesses der Vogeleier im Körper der Vogelweibchen kann es jedoch zu Problemen kommen, sodass sich keine kalkhaltige Schale bildet. Eier ohne Schale werden als Windeier bezeichnet, mitunter wird auch der Begriff Weichschaleneier verwendet.

Wieso kommt es zur Entstehung von Windeiern?
Steht dem Körper eines Vogelweibchens nicht genügend Kalzium zur Verfügung oder liegt eine Erkrankung vor, kann es zur Bildung solcher Windeier kommen. Auch übermäßige Erschöpfung des Körpers infolge des Legens zu vieler Eier in zu kurzer Zeit ist eine typische Ursache für das Auftreten von Windeiern. Meist kann man die Bildung von Windeiern durch das Verabreichen kalziumreicher Nahrung oder in besonders schweren Fällen auch durch die Eingabe von Kalziumpräparaten verhindern.

Achtung: Verabreichen Sie Kalziumpräparate nicht ohne vorherige Absprache mit einem vogelkundigen Tierarzt. Es könnte zu unbeabsichtigten Nebenwirkungen kommen, sodass es stets erforderlich ist, einen Arzt zu Rate zu ziehen. Zudem könnte im Einzelfall die zusätzliche Gabe eines Vitamin-D-Präparates sinnvoll sein, weil dieses Vitamin die Kalzium-Aufnahme verbessern kann. Dies sollte ein Tierarzt beurteilen.

Was Windeier so gefährlich macht
Windei eines WellensittichsDas Legen eines Windeis ist erheblich weniger gefährlich für die Henne als das Legen von deformierten Eiern oder Eiern mit stark poröser Schale. Trotzdem gehen von Windeiern Gefahren für die Vogelweibchen auf. Viele Windeier verkleben im Körper mit dem Darm, was zu Infektionen führen kann. Wandert ein Windei bis zur Kloake, kann es während des Legevorgangs platzen. Dann tropft der Inhalt, also der Dotter und das Eiklar, aus der hinteren Körperöffnung des Vogelweibchens. Geschieht dies nicht, platzt die dünne Eihaut normalerweise spätestens dann auf, wenn das Windei den Boden berührt, siehe Foto in diesem Absatz. Die Abbildung zeigt darüber hinaus ein mit Blut verschmiertes Kothäufchen (links unten im Bild), auch an der dünnen Eihaut klebt ein wenig Blut.

Übrigens: Bei Legehennen, die in der Massenproduktion von Eiern für die Lebensmittelindustrie eingesetzt werden, kann eine Virusinfektion der Eileiter für das Legen von Windeiern verantwortlich sein. Bei Wellensittichen und anderen Ziervögeln treten diese Viren für gewöhnlich nicht in Erscheinung.
         
 
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